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Michael Iwanowski
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Reiseinformationen Namibia

Adressen

Informationen

In Deutschland:
Namibia Tourism Board, Schillerstraße 42–44, 60313 Frankfurt, Besucherzeiten und telefonische Beratung: Mo–Fr 9–13 Uhr, Tel. 069/133736-0, Fax 069/133736-15, info@namibia-tourism.com, www.namibia-tourism.com.

In Namibia:
Wichtigste Anlaufstelle in Windhoek ist das Reservierungsbüro Namibia Wildlife Resorts, 181 Gathemann Building, Independence Avenue, Private Bag 13196, Windhoek, Tel. (+264) 61-2857200, Fax (+264) 61-224900, reservations@nwr.com.na, www.nwr.com.na. Hier können die notwendigen Reservierungen (Übernachtungen in Hütten bzw. auf Campingplätzen, max. elf Monate im Voraus) für alle staatlichen Camps und Naturparks vorgenommen werden, ebenso kann man sich hier alle Permits besorgen. Öffnungszeiten: Mo–Fr 8–17 Uhr. Die Eintrittserlaubnis in alle Parks ist grundsätzlich bei der Ankunft vor Ort erhältlich. Zugangsscheine (Permits) für den Namib-Teil des Namib-Naukluft-Parks (außer den Durchgangsstrecken, wo man kein Permit benötigt) sind erhältlich im Reservierungsbüro Windhoek oder in den Rastlagern am Hardap Damm, in Lüderitz, in Swakopmund, Tel. (+264) 64-402172, Woermann-Haus, und bei Sesriem.

AAN Automobile Association of Namibia (kooperiert mit dem ADAC), 22 Bismarck Street, Windhoek West, Windhoek, Tel. (+264) 61-224201, Fax (+264) 61-222446, www.aa-namibia.com (Hilfen, z. B. Karten, nur mit Ausweis eines deutschen Automobilclubs). Öffnungszeiten: Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 8.30–12 Uhr.

Namibia Tourism Board, c/o Haddy & Sam Nujoma Antrieb, Private Bag 13244, Windhoek, Tel. (+264) 61-2906000, Fax (+264) 61-254848, info@namibiatourism.com.na. Hier gibt es Informationen über Hotels, Gästefarmen, Safaris etc.

Diplomatische Vertretungen

Namibische Botschaft in Deutschland, Reichsstraße 17, 14052 Berlin (Neu-Westend), Tel. 030/2540950, Fax 030/25409555, info@namibia-botschaft.de, www.namibia-botschaft.de, Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–13 und 14–17 Uhr.

Namibische Botschaft in Österreich, Zuckerkandlgasse 2, 1190 Wien, Tel. 01/4029371, Fax 01/4029370, nam.emb.vienna@speed.at, www.embnamibia.at, Öffnungszeiten: Mo–Do 9–13 Uhr.

Botschaften und Konsulate in Namibia

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Sanlam Centre, 6th Floor, 145 Independence Avenue, Windhoek, Tel. (+264) 61-273100/-33, Fax (+264) 61-222981, Postanschrift: Embassy of the Federal Republic of Germany, P.O. Box 231, Windhoek, Namibia, info@windhuk.auswaertiges-amt.de, www.windhuk.diplo.de, Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–12 Uhr.

Österreichisches Honorarkonsulat, Am Wasserberg 13, Klein Windhoek, Tel./Fax (+264) 61-222159, hgk.windhoek@gmail.com, Postanschrift: P.O. Box 11848, Klein Windhoek.

Schweizer Generalkonsulat, 175 Independence Avenue, Gathemann Building, Windhoek, Tel. (+264) 61-223853, Fax (+264) 61-223853, windhoek@honrep.ch.

Ländervertretungen der Schweiz und Österreichs mit Passbefugnis gibt es nur in Pretoria.

Alkohol

Man kann alkoholische Getränke nur in besonderen Geschäften, den Bottle Stores, kaufen. Der Alkoholausschank in den Hotels ist wie folgt zu erkennen:
YY bedeutet: Es dürfen nur Wein und Bier verkauft werden.
YYY bedeutet: Es dürfen Wein, Bier und Spirituosen zu gesetzlichen Ausschankzeiten angeboten werden.

Alkoholisches Getränk Nummer eins ist Bier, gebraut in Brauereien in Windhoek und Swakopmund. Alle Biere werden nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Überall erhältlich sind die ausgezeichneten südafrikanischen Weine.

Auto fahren

Wichtigste Verkehrsregeln

  • Es herrscht Linksverkehr (Steuer stets rechts) und es gilt „rechts vor links“.
  • Alkohol am Steuer: Die Promillegrenze liegt bei 0,5, die Kontrollen sind scharf, die Strafen hoch.
  • Auf den Fernstraßen gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h auf Teerstraßen und 80 km/h auf Schotterstraßen, in Ortschaften von 60 km/h.
  • Anschnallpflicht besteht für Fahrzeuge mit Gurtausrüstung.
  • Nachts sollte man möglichst nicht mit dem Auto unterwegs sein, und wenn, dann sollte man besonders vorsichtig fahren, da Tiere unvermutet über die Straße springen können.
  • Es gibt Kreuzungen mit vier Stoppschildern (4-way-Stop). Derjenige, der als Erster die Kreuzung erreicht hat, darf losfahren.

Wichtigste Regeln vor dem Losfahren mit einem Mietwagen

Prüfen Sie, ob Ihr Ersatzreifen in Ordnung ist. Vergessen Sie dabei nicht sich zu vergewissern, ob das Mietfahrzeug einen funktionierenden Wagenheber hat! Bei manchen Vermietern bekommen Sie gegen Aufpreis ein zweites Reserverad (was allerdings in einem normalen Pkw viel Platz wegnimmt). Ebenso ist die Mitnahme einer Kühlbox empfehlenswert, vor allem für die heiße Jahreszeit. Sie sollten außerdem jede Tankmöglichkeit nutzen (in allen größeren Orten gibt es Benzin). Ein gefüllter Reservekanister ist aber trotzdem etwas beruhigend, falls man sich in der Fahrstrecke verkalkuliert hat. Man kann auch sonntags und feiertags tanken, manchmal sogar rund um die Uhr. Sie sollten stets genügend Wasser mitnehmen und etwas „Notnahrung“.

In der Regenzeit (hauptsächlich Januar bis März) kann es sein, dass Straßen durch plötzlich fließende Wasserläufe („abkommende Riviere“) nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten zu passieren sind. Dann muss man evtl. an dieser Stelle übernachten. Empfehlenswert ist daher die Mitnahme von Nahrungsmitteln und Getränken. Für die Regenzeit, aber auch für einsame Strecken, die von Flussläufen durchquert werden, ist ein vierradangetriebenes Fahrzeug von Vorteil und dringend zu empfehlen.

Führerschein: Zu empfehlen ist ein internationaler Führerschein, den Sie an jeder Führerscheinstelle gegen Vorlage von zwei Passbildern bekommen. Für Fahrten in die Nachbarländer ist ein internationaler Führerschein auf jeden Fall notwendig.

Orientierung: Bedenken Sie, dass Sie auf der Südhalbkugel sind: Die Sonne steht mittags im Norden! Die Orientierung im namibischen Straßennetz ist in der Regel kein Problem: An allen Abzweigungen oder Kreuzungen findet man Schilder mit Straßennummern und oft mit zusätzlich verzeichnetem größerem Ort. Wichtig ist deshalb die Mitnahme einer Straßenkarte, auf der alle Straßen mit einer Nummer verzeichnet sind. Die Mitnahme eines GPS-Geräts (Global Position System) ist hilfreich in wirklich abgelegenen Gebieten, wie Nordwest-Namibia oder Kaudom. Weitere Infos unter www.dt800.de.

Fahrhinweise

So schön eine Selbstfahrer-Tour auch ist, so sehr muss man sich auf die spezifischen Verhältnisse in den afrikanischen Ländern einstellen. Die extrem geringe Verkehrsdichte sowie z. T. ausgezeichnete Schotterpisten können zu dem Trugschluss führen, dass man unbedenklich rasen kann.

Tourenplanung: Namibia ist 2 ½-mal größer als Deutschland – das sollten Sie bei Ihrer Routenplanung unbedingt berücksichtigen. Vermeiden sie schon dabei Stress, indem Sie sich nicht mehr als 350 Tageskilometer vornehmen. Auf jeden Fall sollten Sie nach Ankunft in Windhoek und vor Abflug in Windhoek in der Nähe der Hauptstadt bleiben. Auch hier gibt es – vor allem auf den herrlichen, stadtnahen Gästefarmen – „Afrika pur“.

Mäßige Geschwindigkeit: Gerade in Namibia trifft man auf fantastische Schotterpisten (gravel roads) , die zum Schnellfahren einladen. Geschwindigkeiten von weit über 100 km/h erscheinen machbar und ein trügerisches Gefühl von Sicherheit stellt sich schnell ein. Eine angemessene Geschwindigkeit hängt von vielen Faktoren ab, aber generell sollte ein Tempo von 80 km/h nicht überschritten werden, besser noch sollte man erheblich langsamer fahren. Viele Unfälle ereignen sich am Ende der Reise, wenn der Fahrer glaubt, nun alles im Griff zu haben und die Eigenarten des Pistenfahrens zu kennen.

Keine ruckartigen Lenkbewegungen: Besonders beim Fahren mit hochbeinigen Allradfahrzeugen ist dringend anzuraten, nur gemächliche Ausweichmanöver durchzuführen. Der hohe Schwerpunkt dieser Fahrzeuge kann leicht zum Überschlagen führen. Im Falle einer plötzlichen Reifenpanne ist es besser, in die seitliche Landschaft hineinzufahren und ggf. einen Farmzaun umzulegen, als dass man versucht, den Wagen zurück auf die Straße zu lenken: In diesem Falle ist ein Überschlag mit all seinen Folgen vorprogrammiert!

Bodenhaftung der Reifen: Die Bodenhaftung auf Schottermaterial ist extrem niedrig, weil die Auflagefläche der Reifen gering ist. Mikroskopisch vorgestellt: Sie fahren auf denKuppen der kleinen  Schottersteinchen, die auf einer wiederum lockeren Unterlage liegen. Die Konsequenzen: Kurven, eine plötzliche Reifenpanne, das Ausweichen vor einem zu spät gesehenen Schlagloch führen zu einem unerwarteten und unkontrollierbaren Fahrverhalten Ihres Wagens.

Wölbung der Pisten: Ein weiteres prekäres Merkmal der Schotterpisten ist ihre Wölbung zu den Seiten hin, welche die ohnehin schlechte Bodenhaftung und das Lenkverhalten weiter beeinträchtigt. Ein schneller Lenkausschlag – wie schon vorher beschrieben –, und schon dreht sich der Wagen um die eigene Achse! Und wiederum sind besonders Camper sowie hochgebaute Allradfahrzeuge aufgrund ihres ungünstigen Schwerpunkts dann schwer beherrschbar.

Wellblechpisten: Ein typisches Merkmal sind ausgefahrene Pisten mit Wellblechmuster. Wenn man auf eine solche Rappelstrecke gerät, gibt es nur zwei Alternativen: Entweder extrem langsam fahren, um sich der Wellblechstruktur anzupassen, oder man fährt schneller (mindestens 50–60 km/h), um sozusagen über die Wellen„berge“ hinwegzufliegen. Nur aufgepasst: Die Bodenhaftung des Fahrzeugs ist dann katastrophal. Wer einen Allradwagen mit großen Rädern fährt, ist hier im Vorteil, da die Räder zumeist nicht in das Wellblech„tal“ passen – man merkt also kaum etwas!

Kurven und Gefällstrecken: Die angeführten Punkte „Bodenhaftung“ und „Pistenwölbung“ erhalten eine besondere Gefahrendimension bei Kurven und vor allem auf Gefällstrecken. Hier sollten Sie nochmals mit der Geschwindigkeit runtergehen. Nicht umsonst sind Strecken wie der Gamsberg-Pass und die Abfahrt zum Kuiseb Canyon in Namibia so unfallträchtig.

Staub: Wenn es sehr staubt, fahren Sie auch tagsüber mit Licht. Sandstürme im Namib-Bereich: Insbesondere die Straße nach Lüderitz wird von solchen Sandstürmen heimgesucht. Sie sollten im Falle starken Sandflugs dann am besten stehen bleiben und warten,
bis sich der Wind gelegt hat. Anderenfalls riskieren Sie, dass aufgrund der Schmirgelwirkung des Sandes die Scheiben und Lampengläser milchig werden oder der Lack des Fahrzeugs im Frontbereich lädiert wird. In solchen Fällen haften Sie gegenüber dem Autovermieter.

Plötzliche Hindernisse: Ebenso müssen Sie damit rechnen, dass unerwartete Hindernisse auf Ihrem Weg liegen, vor denen nicht durch besondere Schilder gewarnt wird: Tiere können Ihren Weg nicht nur bei Dämmerung und in der Nacht, sondern auch am Tag kreuzen. Die Kollision mit einem afrikanischen Kudu kommt einem Unfall mit einem anderen Fahrzeug gleich! Auch Schlaglöcher können plötzlich auftreten und sind vor allem bei steil stehender Sonne kaum zu erkennen. Und hier kann es nicht nur Achsenbrüche geben, sondern man kann sich sogar mit dem Wagen überschlagen.

Anhöhen: In offener Landschaft gibt es selten Fahrtrichtungshinweise. Auf einer Anhöhe erkennt man manchmal erst im letzten Moment, in welche Richtung die Straße weitergeht, also lieber langsam darauf zufahren.

Müdigkeit: Stundenlanges Stieren auf die Straße, um allen Eventualitäten zu entgehen, kann sehr ermüdend sein. Lieber öfter mal eine Pause einlegen.

Überholmanöver: Auf nicht befestigten Straßen gehören solche Vorhaben zur Kategorie „Wahnsinn“. Wenn Sie der aufgewirbelte Staub eines etwas langsamer fahrenden Fahrzeugs stört, legen Sie doch eine Pause von 10–15 Minuten ein. Denn beim Überholen droht Ihnen nicht nur Steinschlag, sondern Ihre Sicht ist (zumindest bei Windstille oder Gegenwind) getrübt. Außerdem geraten Sie auf der Gegenfahrbahn durch extremes Ausweichen nach rechts eventuell auf besonders lockeren Straßenbelag oder in tückische Schlaglöcher, die von der Gegenrichtung plattgefahren sind, in Ihrer Fahrtrichtung aber ein steiles Loch bedeuten, das verheerende Folgen haben kann!

Besondere Straßenschäden: Die kleinen und mittleren Trockenflüsse im südlichen Afrika werden nicht durch Brückenbauwerke überquert. In der Regel fließt das Wasser dann einfach quer über die Straße hinweg. Das bedeutet, dass es zu Auswaschungen oder zu lockeren Sandablagerungen kommt. Gerät man mit zu hoher Geschwindigkeit in ein solches „Dip“, dann wird der Wagen plötzlich gestoppt und kann sich im Extremfall sogar überschlagen. Besonders in bergigen Landschaften stellt dies eine große Gefahr dar!

Vermeiden von Fahrten bei Dämmerung und Dunkelheit: Dies sind die Zeiten der vermehrten Tieraktivitäten. In der beginnenden Dämmerung bzw. kurz davor ist außerdem das Fahren gegen die untergehende Sonne besonders riskant, weil die Sicht extreme eingeschränkt ist.

Häufigkeit von Reifenpannen: Reifenpannen auf Schotterpisten sind relativ häufig. Man sollte deshalb nicht nur einen zweiten Reservereifen mit sich führen, sondern vor allem damit rechnen, dass man plötzlich einen „Platten“ bekommt und das Fahrzeugverhalten sich von einem zum nächsten Augenblick schlagartig ändert. Bevor Sie einen Wagen mieten, sollten Sie die Fahrzeugreifen genau inspizieren und im Zweifelsfall wechseln lassen. Prüfen Sie laufend den Reifendruck und halten Sie sich an die Empfehlungen des Vermieters.

Fahrzeughinweise

Bevor Sie bei der Vermietstation einen Wagen annehmen und durch Unterschrift bescheinigen,
dass er in Ordnung ist, prüfen Sie vor allem folgende Dinge:

  • Fahrzeugpapiere (insbesondere für Grenzübergänge)
  • Öl-, Kühlwasser-, Scheibenwasser-Stände
  • Bremsflüssigkeit-Stand
  • Hydrauliköl-Stand
  • Reifenqualität (Profil? Karkassen? Gleich große Reifen? Bestimmte Marke?)
  • Klimaanlage/Gebläse
  • Wagenheber (Funktion überprüfen!)
  • Ersatzreifen (Luftdruck prüfen, ebenso zeigen lassen, wo er ist bzw. wie man ihn herunterbekommt/Kurbel?) – am besten ausprobieren!
  • Bremsen und Lichtanlage
  • Gebrauchsanweisung
  • Äußere Beschädigungen (Beulen, Kratzer, Windschutzscheibe ohne Makel?)
  • Werkzeug

Für Fahrten in abgelegene Gebiete sowie für eine Campingtour abseits der Touristenpfade sollten Sie an folgende Ausrüstungsgegenstände zusätzlich denken und unbedingt entsprechend das Funktionieren überprüfen:

  • Abschleppseil
  • Luftpumpe
  • Axt
  • Mückenschutz (Mittel gegen Mücken/Mückenstiche)
  • Campingklapptisch und Campingstühle
  • Bettwäsche/Handtücher/Schlafsäcke
  • Kühlschrank
  • Schaufel/Spaten
  • Gasbrenner und -leuchte
  • Geschirr, Kochtöpfe, Pfannen, Besteck, Taschenmesser, Taschenlampe, Grillrost, Wasserkanister, ggf. auch Leinen
  • Hitzeresistentes Klebeband für allerlei Probleme, Isolierband
  • Komponentenkleber für Ölwannenlöcher
  • Dichtungsmittel für Kühler
  • Wassersack für Trinkwasser
  • Sicherungen/Sicherungskasten
  • Dachzelt: Aufbau zeigen lassen
  • Zustand Reißverschlüsse und Mückenschutzgaze
  • Unausweichlich: eine kurze Probefahrt einlegen!

Namibia-spezifische Hinweise

Straßenqualität: Für afrikanische Verhältnisse verfügt auch das dünnbesiedelte Namibia über hervorragende Straßen. Die Hauptverkehrsverbindungen sind asphaltiert (10 % des Straßennetzes), die wichtigen Nebenstrecken verfügen über sehr gut gepflegte Schotterdecken. Straßen heißen im Südwester-Deutsch „Pads“.

Das Straßennetz in Namibia ist verhältnismäßig dicht und von erstaunlicher Qualität (etwa 5.400 km Teerstraßen, 37.500 km Schotterstraßen, 22.000 km Farmwege).

Die wichtigsten asphaltierten Schnellverbindungen:

  • Die Hauptstrecke B 1 von Süden (sowohl aus Kapstadt als auch aus Johannesburg) nach Norden über Windhoek, Otavi bis an die Nordgrenze Namibias ist asphaltiert. Auf dieser Straße erreicht man besonders schnell den Etosha National Park.
  • Die B 2 von Okahandja nach Swakopmund verbindet zusammen mit der B 1 Windhoek und Swakopmund. Vorsicht bei dieser Strecke, die sehr unfallträchtig ist: Besonders am Wochenende rasen Bewohner der Hauptstadt mal schnell zur Küste!
  • Die B 8, in Otavi von der B 1 abzweigend, führt als Trans-Caprivi-Highway durch den Caprivistreifen bis nach Botswana/Simbabwe.
  • Die B 6 führt nach Osten nach Botswana und ist auf botswanischer Seite bis Maun komplett asphaltiert. Sie ist Teil des Trans-Kalahari-Highway nach Johannesburg. Vorsicht ist hier vor allem vor den rasenden Lkw geboten!
  • Die B 4 verbindet Keetmanshoop mit Lüderitz. Die letzten 30 bis 50 km vor Lüderitz werden oft von Sandstürmen heimgesucht.

Der größte Teil der Strecken sind Schotterstraßen, auch sie sind gut gepflegt und erlauben in der Regel eine Geschwindigkeit von ca. 70– 80 km/h. In der sommerlichen Regenzeit kann es lediglich Probleme geben, wenn Trockenflüsse plötzlich zu fließen anfangen (im Südwester-Deutsch: „Riviere kommen ab“). Im Damaraland sind die Naturstraßen in teils schlechtem Zustand, jedoch stets für normale Fahrzeuge – d. h. mit Zweirad-Antrieb – befahrbar. Vorsicht bei Naturstraßen während der Regenzeit (glitschig!). Alle öffentlichen Straßen/Wege sind nummeriert. Vor den Nummern steht manchmal ein Buchstabe:
B – es handelt sich fast ausschließlich um geteerte Straßen
C – wichtige Schotterpisten
D – Schotter- und Sandpisten
P – Privat-Pads, die durch privates Farmgelände führen (man muss viele Farmtore öffnen und schließen)

Besorgen Sie sich auf jeden Fall schon in Deutschland eine genaue Straßenkarte, welche die Straßennummern aufweist. Sehr oft stehen an Wegkreuzungen oder Abzweigungen keine Ortsnamen, sondern lediglich Straßennummern!

Benzin ist in den touristisch wichtigen Gebieten an vielen Stellen zu bekommen, trotzdem sollte bei jeder Gelegenheit vollgetankt werden, auch sollte ein Reservekanister mitgeführt werden. Diese Reserve sollte bei Extremrouten (z. B. Kaokoveld) einer kompletten zweiten Tankfüllung entsprechen! Mit Fahrzeugen, die Superbenzin benötigen (in Namibia die große Ausnahme), wird man wahrscheinlich Schwierigkeiten haben. Hier ist eine sorgfältige Planung der Route besonders wichtig. Bleifreies Benzin ist dagegen inzwischen recht verbreitet. Trotz manchmal vorkommender Versorgungsengpässe bekommt man bleifreies Benzin an folgenden Punkten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Windhoek, Okahandja, Grootfontein, Tsumeb, Rundu, Divindu/Bagani Bridge, Swakopmund, Walvis Bay, Katima Mulilo, Outjo, Keetmanshoop, Mariental, Rehoboth, Kalkfeld, Omaruru, Noordeuver, Maltahöhe. Im abgelegenen Nordwesten des Landes und im Kaudom National Park muss man Benzin/Diesel in Vorräten mitführen. Im Caprivi-Streifen ist die Versorgung mit Dieselbenzin manchmal nicht gesichert. Nutzen Sie besonders in den etwas abgelegeneren Landesteilen stets jede Tankmöglichkeit.

Fahrzeugwahl

Für eine normale Rundreise durch Namibia reicht ein Pkw (Toyota Corolla, Golf u. Ä.) in der Regel aus. Allerdings muss man einschränkend sagen, dass man mit diesen Fahrzeugen vor allem während der Regenzeit, aber auch bei manchen Zielen (z. B. Anfahrt zu einigen Gästefarmen, Sossusvlei etc.) mit Problemen rechnen muss. Der Vorteil eines geländegängigen Wagens (zumeist 4×4-Wagentypen von Toyota, Mazda oder Landrover) liegt darin, dass man stets alle Optionen offen hat. Außerdem sitzt man in einem solchen Wagen  höher, was vor allem bei Tierbeobachtungen sinnvoll ist. Keine Frage, dass geländegängige Wagen aufgrund ihrer Gesamtkonstruktion viel stabiler gebaut und entsprechend robuster sind. Ausdrücklich zu empfehlen ist ein Double Cabin, auch wenn Sie nur mit zwei Personen fahren. Denn gegenüber einem Single Cabin haben Sie Ablagemöglichkeiten auf der hinteren Sitzbank und Einzelsitze (= einzeln verstellbar).

Camping

Die Länder unter dem Kreuz des Südens laden geradezu zum Camping ein. Der herrliche Sternenhimmel, die klare, würzige Savannenluft und ein knisterndes Lagerfeuer – eine solche Romantik gibt es nur noch in wenigen Teilen der Welt.

Namibia verfügt vor allem in den Nationalparks und Naturschutzgebieten über öffentliche Campingplätze mit ausgezeichnetem Standard. Freies Campieren ist erlaubt. Allerdings sollten Sie wissen, dass auch die vermeintliche Wildnis in der Regel einen Besitzer (Farmer) hat. Wenn man also auf einem Farmgelände nächtigen will, sollte man – wenn irgendwie
möglich – um Erlaubnis fragen. Dies ist allerdings auf manchen riesigen Farmen für den Ortsunkundigen gar nicht möglich. Oberstes Gebot sollte hier sein: sich unauffällig, leise verhalten und keine Spuren der Nächtigung hinterlassen. Auf besonders einsamen Strecken sollte man weit entfernt von Siedlungen seine Zelte aufschlagen (falls kein öffentlicher Platz zur Verfügung steht). Denn je näher Sie an Dörfern logieren, desto mehr Besuch werden Sie erhalten.

Einige besonders wichtige Aspekte sollten Sie bei Ihrer Campingreise berücksichtigen:

  • Schlafen Sie stets in einem geschlossenen Zelt oder geschlossenen Wagen, um Kriechtieren keinen Zugang zu gewähren. Besonders in der regenreichen Sommerzeit gibt es giftige Schlangen, die gerne Unterschlupf unter einem Wagen oder in einem Zelt suchen. Geräusche und lautes Fußstampfen vertreiben jedoch die Tiere. Vorsicht auch vor Skorpionen!
  • Lassen Sie nie Lebensmittel (vor allem stark duftendes Obst, wie Orangen, reife Bananen, Äpfel) im Wagen oder im Zelt. Dies ist die beste Einladung für Elefanten und Affen.
  • Besonders auf den einsamen Strecken in den Grenzregionen Farmland/Namibwüste, in der Kalahari und auf den Offroad-Strecken muss stets ein Wasservorrat mitgeführt werden. Man rechnet pro Person mit einem Minimal-Tagesbedarf von 3 Litern, in der heißen Jahreszeit von bis zu 7–8 Litern. Vertrauen Sie nicht auf im Fahrzeug eingebaute Wassertanks, die können nämlich sehr schnell leckgeschlagen sein. Mehr Sicherheit bieten Plastikkanister, die man im Wageninneren mitführt. Ein mitgeführtes Entkeimungsmittel (z. B. Micropur-Tabletten) hilft aus Notsituationen heraus. An auf der Strecke liegenden Wasserreservoirs der Farmen können Sie sich notfalls versorgen, doch zwecks Sicherstellung der Keimfreiheit des Wassers müssen Sie Micropur-Tabletten benutzen und das Wasser ggf. mit einem Taschenfilter von Trübstoffen säubern. Als Brauchwasser jedoch eignet sich eine solche „Quelle“ immer. Vom Schwimmen in Wasserreservoirs ist
    abzuraten (Schlangengefahr!). Ebenso sollten Sie sich hier nicht mit Seife oder Haarshampoo waschen – das irritiert die Tiere, die u. U. das Wasser nicht mehr zum Trinken annehmen.
  • Verlassen Sie bitte Ihren Campingplatz stets ohne Abfallreste. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Glasbehälter oder gar Scherben im Busch zurücklassen, denn als Brennglas wirkend können sie Buschbrände verursachen.

Wenn Sie in freier Wildnis campieren: Achten Sie auf Wildspuren und Tierpfade. Flusspferde und Elefanten kennen kein Pardon, wenn Sie sich auf deren „Vorfahrtsstraße“ niederlassen.

Im freien (Weide-)Gelände sollten Sie auf keinen Fall in der Nähe von Wasserstellen übernachten. Das verängstigt die Tiere, die auf das Gewässer angewiesen sind. Außerdem sammeln sich in Wassernähe besonders viele Insekten.

Wenn Sie in der „Wildnis“ schlafen müssen oder wollen, sollten Sie grundsätzlich schauen, ob es nicht bereits genutzte „wilde“ Campstellen gibt. Ebenso sollten Sie nicht quer durch die schütteren Savannen-Pflanzenkulturen fahren und diese auf Jahre hin vernichten.

Brennholz am ehesten in trockenen Flussläufen, den Rivieren, suchen. Auf gar keinen Fall sollten Sie mit Säge und Axt an lebende Bäume gehen! Und für das Erwärmen von Wasser und kleinen Speisen sollte besser ein Gaskocher seine Dienste tun.

Auch das Anlegen einer Feuerstelle will gelernt sein. Auf jeden Fall sollten Sie dabei Folgendes beachten:

  • Legen Sie das Feuer in einer kleinen Mulde an, wobei Sie mit dem Spaten das trockene Gras entfernen sollten, damit Flammen nicht übergreifen können. Ein Steinkranz ist ein besonders guter Schutz.
  • Denken Sie an einen Sicherheitsabstand zu Zelt, Wagen und Busch. Beachten Sie dabei unbedingt die Windrichtung.
  • Ein Feuer kann man gut entfachen, indem man über Papier dünnes Geäst und darüber stärkere Zweige pyramidenförmig zusammenstellt.
  • Wenn Sie schlafen gehen, schütten Sie das Feuer oder die Glut mit Sand zu. Bei plötzlich auftretendem Wind brauchen Sie dann keine Angst zu haben, dass der Busch um Sie herum Feuer fängt und brennt.

Dunkelheit

Die Tage im namibischen Sommer sind kürzer als die europäischen Sommertage, dafür sind die „Wintertage“ (entspricht der Trockenzeit) etwas länger als in Europa. Im Sommer (Dezember–März) wird es etwa gegen 19.30 Uhr dunkel, im Winter (Mai–September) gegen 18 Uhr. Planen Sie am besten Ihre Reisezeit so ein, dass Sie ca. 1–½ Stunden vor Sonnenuntergang am Zielort sind, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Einreise

Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für touristische Besuche bei einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen zzt. kein Visum (man erhält für diese Zeit ein Touristenvisum). Ein gebührenfreier Einreisestempel (Visitors Entry Permit) wird bei Ankunft an allen offiziellen Grenzübergängen erteilt. Ein gültiger Reisepass genügt (sechs Monate Gültigkeit über das Reiseende hinaus – mindestens zwei leere Seiten für Stempel müssen frei sein!). Kinder unter 18 Jahren müssen neben dem Reisepass eine Geburtsurkunde vorweisen können, in der die Eltern aufgeführt sind. Um Schwierigkeiten bei der Ein- und Ausreise zu vermeiden, wird daher bis auf Weiteres empfohlen, international Geburtsurkunden bzw. gegebenenfalls beglaubigte englische Übersetzungen mitzuführen. Die mit der Einreisegenehmigung erteilte Aufenthaltsdauer liegt gelegentlich unter 90 Tagen und daher sollte gleich kontrolliert werden, ob die benötigte Anzahl von Tagen erteilt
wurde. Journalisten benötigen unbedingt ein Visum.

Die Reisedokumente müssen in einem einwandfreiem Zustand sein, sie dürfen weder beschädigt (beispielsweise eingerissen, geknickt, selbst „repariert“ oder auch versehentlich gewaschen) noch durch Verschmutzung schwer leserlich sein.

Obige Angaben können sich jederzeit ändern. Änderungen/Neuerungen entnehmen Sie bitte den Hinweisen des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de. Bitte kontaktieren Sie dringend vor Buchung bzw. Reiseantritt die entsprechenden Botschaften.

Entfernungstabelle

Namibia Reiseinformationen Entfernungstabelle Iwanowskis Reisen - afrika.de

Essen und Trinken

Die Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken ist unterwegs stets gewährleistet. Jeder zentrale Ort verfügt zumindest über ein Geschäft, in dem man das Notwendigste kaufen kann. Nur bei Frischwaren (Obst und Gemüse) kann es in abgelegenen Gegenden Probleme geben.

In allen Restaurants des Landes kann man unbedenklich essen, d. h. die hygienische Zubereitung der Speisen ist immer garantiert. Risikolos können Salat gegessen oder Wasser getrunken werden. Die Gerichte entsprechen weitgehend unseren Gewohnheiten. Fleisch dominiert die Speisekarte (naturbelassene Rind- und Schweinefleischgerichte). Sehr oft werden Wildgerichte angeboten (Kudu, Springbock, Oryx, Warzenschwein, Strauß). Fischgerichte (eher selten) gibt es vor allem an den Küstenorten (Austern, fangfrische Langusten und Hummer – allerdings nicht gerade billig). Die Austern gehören zu den besten der Welt!

Die Küche ist eher als deftig-traditionell („gutbürgerlich“) zu bezeichnen. In Städten wie Windhoek und Swakopmund hat sich in den großen Hotels mittlerweile eine international geprägte Haute Cuisine etabliert, ebenso in den exklusiven Lodges. Die Preise für Speisen liegen etwa 30 % unter den deutschen. In den Restaurants der Naturschutzbehörde sind sie noch niedriger.

Überall erhältlich ist hervorragender südafrikanischer Wein. Doch das Lieblingsgetränk der Namibier ist und bleibt das Bier (Hansa-Bier, Windhoeker Bier), nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Praktisch alkoholfrei wird oft der erfrischende Rock Shandy getrunken: eine Mixtur aus Limonade, Sodawasser und einem Schuss Angostura. Als Köstlichkeit gilt auch der südafrikanische Amarula-Likör, der an Bailey’s erinnert. Er wird aus den aromatischen Früchten des Amarula-Baums gewonnen.

Beliebt ist das Grillen von Fleisch (braaivleis), denn – durch das Klima bedingt – wird gerne draußen gekocht und gegessen. Beliebt sind dabei auch die Potjie-Gerichte am Lagerfeuer: In einem gusseisernen Topf (Dreifuß) werden fantasievolle, würzige Fleischgerichte (gulaschähnlich), oft mit Gemüse angereichert, gekocht. Eine namibische Spezialität ist Biltong: luftgetrocknetes, gewürztes Rind- oder Antilopenfleisch (Namibias Kaviar).

Biltong ist nicht jedermanns Sache, da der Fleischstreifen sehr zäh ist. Eine Delikatesse ist stets das selbstgebackene Farmerbrot, wie man es auf Gästefarmen vorgesetzt bekommt. Ebenso eine Delikatesse ist das Rauchfleisch (das Fleisch stammt meist vom Kudu).

Feiertage

An Sonn- und Feiertagen ruht das öffentliche Leben, Läden und Büros sind geschlossen. „Auf dem Land“ gilt dies nicht so streng: Einerseits muss man ab und zu auch zu „normalen“ Ladenöffnungszeiten erst den Besitzer suchen, dafür bekommt der Reisende notfalls aber auch am Sonntagnachmittag Benzin oder etwas zu essen.

1. Januar Neujahr (New Year)
 21. März Tag der Unabhängigkeit (Independence Day)
 22. März Feiertag nach dem Independence Day
Karfreitag
Ostersonntag
Ostermontag
1. Mai Tag der Arbeit (Workers Day)
4. Mai Cassinga-Tag (in Erinnerung an den Unabhängigkeitskampf)
5. Mai Public Holiday
Christi Himmelfahrt
25. Mai Africa Day
29. Mai Himmelfahrt (Ascencion Day)
Herero-Tag Herero-Tag zum Gedenken an die Kämpfe mit der deutschen Schutztruppe 1904 (Sonntag im August)
26. August Heldengedenk-Tag (Heroes Day)
10. Dezember Tag der Menschenrechte (Internationaler Human Rights Day)
25. Dezember Weihnachten (Christmas Day)
26. Dezember Familientag (Family Day)

 

Flüge

Direkt aus Deutschland kann man Namibia zzt. mit der Air Namibia und Condor ab Frankfurt und Air Berlin ab München erreichen, oder mit der SAA/Lufthansa über Johannesburg. Sie sollten unbedingt an die Rückbestätigung denken, insbesondere bei Air Namibia- Flügen.

Air Namibia, Tel. (+264) 61-2996600 (Flughafen), Stadtbüro: Tel. (+264) 61-2996444
British Airways, Tel. (+27) 10-3440130 (Südafrika)
Condor, Tel. (+49) 6171-6988910
South African Airways, Tel. (+264) 62-540082 (Flughafen), Tel. (+264) 61-273340 (Stadtbüro)

Fotografieren

Für alle, die noch nicht digital fotografieren: Nehmen Sie Ihre Filme aus Europa mit. Sie sind hier zumeist billiger. Achten Sie während Ihrer Reise auf eine kühle Filmlagerung (in parkenden Autos können leicht Saunatemperaturen entstehen!). Vergessen Sie auch nicht, Ersatzbatterien für die Kamera mitzunehmen.

Berücksichtigen Sie Stolz und Menschenwürde! Fragen Sie bitte denjenigen, von dem Sie ein Foto haben möchten, um Erlaubnis, denn schließlich befindet man sich nicht in einem Zoo. Außerdem ergibt sich dabei die Möglichkeit des persönlichen Kontakts zu den Menschen.

Motive, seien es Landschaften, Tiere und Pflanzen, gibt es genug. Der Gruppenreisende, aber noch mehr der Einzelreisende, wird je nach Interessenlage genügend Gelegenheit finden, in diesem vielseitigen Land seine fotografischen Schnappschüsse und seine Filmstreifen als „Tagebuch“ anzufertigen, um sie daheim gründlich auszuwerten und seine Reise so oft wie möglich im Geiste anhand seiner Foto- und Filmausbeute zu wiederholen.

Geld

Die Landeswährung in Namibia ist der Namibia-Dollar (N$), paritätisch mit dem südafrikanischen Rand, der auch weiter als Zahlungsmittel in Namibia und Südafrika gilt. Ein Namibia-Dollar entspricht 100 Cent.

Die Bargeld-Einfuhr ist auf 2.000 N$ beschränkt. Andere Währungen und Reiseschecks dürfen uneingeschränkt mitgebracht werden, sind aber bei der Einreise zu deklarieren. Empfehlenswert ist die Mitnahme von Euro- (oder US$-) Reiseschecks. Die gebräuchlichen Kreditkarten (VISA, Euro-Card,) können in größeren Geschäften, Hotels, Restaurants, bei den Airlines, Mietwagenunternehmen, manchen Lodges und Gästefarmen und anderen Zweigen der Touristikbranche benutzt werden. Geldumtausch ist auch an Sonn- und Feiertagen am Internationalen Flughafen Windhoek möglich. Bei Weiterreise nach Botswana und Simbabwe sollten Sie US$-Reiseschecks mitnehmen.

Bargeld kann man an den Geldautomaten (ATM) in allen größeren Orten in Namibia abheben (Maestro, Visa- oder Mastercard). Ein gewisser Bargeld-Vorrat ist ratsam, weil man manchmal in abgelegen Landesteilen bar bezahlen muss (z. B. einen Neureifen im Schadensfall,
auch bei manchen Gästefarmen). Bedenken Sie: Tanken ist fast nur gegen Bargeld möglich (Ausnahme: einige Tankstellen in Windhoek und entlang der Hauptstrecken)! Vorsicht ist beim Abheben von Bargeld an Bankautomaten geboten. Mit allerlei Tricks wird versucht, an die eingetippte Geheimzahl heranzukommen (Folien über Tastatur). Achten Sie auf die umgebenden Personen!

Gepäck

Erlaubt sind bei den internationalen Flügen in der Regel 23 kg (in Business und First Class entsprechend mehr). Falls Sie eine Flugsafari im Land unternehmen und mit kleinen Flugzeugen fliegen, sollten Sie wissen, dass man dann nur etwa 10–15 kg mitnehmen kann.

Das Gepäck sollte aus flexiblen Gepäckstücken bestehen (Segeltuchtaschen, leichte Nylonkoffer), Hartschalenkoffer sind bei einer Rundfahrt stets unhandlich, haben ein hohes Eigengewicht und nehmen besonders viel Stauraum weg. Sollten Sie mit einem Geländewagen, vor allem mit Double Cabins, reisen, so empfiehlt sich aufgrund des geringen Stauraums die Mitnahme von knautschfähigem Gepäck.

Gesundheit

Die ärztliche Versorgung in Namibia ist sehr gut. Keinerlei Impfungen sind vorgeschrieben (Ausnahme: Sie reisen aus einem nicht seuchenfreien Land ein). Die medizinische Versorgung liegt in den städtischen Bereichen weit über dem afrikanischen Durchschnitt, auf dem Land ist allerdings nur in den zentralen Orten eine Basisversorgung möglich. In den entlegenen Gebieten Namibias gibt es die Busch-Kliniken, die auf Erste Hilfe spezialisiert sind. Es empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Ärzte findet man im Telefonbuch unter dem Stichwort „Medical Practioniers“,
Krankenhäuser unter „Ministry of Health and Social Services“. Die Deutsche Botschaft in Windhoek kennt gute Vertrauensärzte, Tel. (+264) 61-273100, 273133.

Generell ist Namibia in gesundheitlicher Hinsicht unproblematisch. Das Essen in den Restaurants ist von gleicher Hygiene wie bei uns. Man kann bedenkenlos in den Restaurants Salate, Eis und Wasser genießen. Alle Gewässer Namibias (bis auf den nördlichen Teil) sind frei von Bilharziose. Auch Cholera und Gelbfieber braucht man nicht zu fürchten.

Malaria: Die einzig anzuratende landesbezogene Vorsorge ist eine Malaria-Prophylaxe. Sie sollten sich nach den geeigneten Medikamenten, Art und Dauer der Chemoprophylaxe beim Arzt oder Tropeninstitut erkundigen. Die Malaria-Prophylaxe ist vor allem bei Reisen in die feuchteren nördlichen und nordöstlichen Gebiete wichtig, ebenso für alle Abstecher nach Botswana und zu den Victoria-Wasserfällen in Simbabwe. Mit der Einnahme entsprechender Medikamente können Sie aber auch erst in Namibia beginnen. Die Apotheken können Sie dort sehr spezifisch beraten, ebenso sind die entsprechenden Medikamente preiswerter als in Europa. In den meisten Fällen brauchen Sie die Medikamente nur 24 Stunden vor Einreise in ein Malaria-gefährdetes Gebiet einzunehmen und sollten sich dann an die Anweisungen halten (meist müssen Sie die Medikamente noch 6 Wochen nach Verlassen des Malaria-Gebiets einnehmen). Generell sind Malaria-Prophylaxen immer mit besonderen Belastungen für den Körper verbunden. Mittel wie Lariam werden oft schlecht vertragen. In Namibia werden Paludrine zusammen mit Resochin, ebenso Daramal/Paludrine-Kombinationen angeboten. Ebenso auf dem Markt ist in Europa Malarone. Dieses Mittel soll außerordentlich gut verträglich sein.

Malaria-Risiko:

  • hohes Risiko ganzjährig im äußersten Norden entlang des Kawango und Kunene sowie im Caprivi-Streifen;
  • mittleres Risiko (höher in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit): Ovamboland, Etosha-Pfanne sowie in den Provinzen Omaheke und Otjozondjupa vorwiegend die Feuchtbiotope im Nordosten und Osten;
  • geringes Risiko in den übrigen Landesteilen im Norden und Nordwesten, nach Süden auslaufend.

Vorbeugung verringert das Risiko. Die wichtigsten Maßnahmen sind ein konsequenter Mückenschutz:

  • In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Aircondition, Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte).
  • Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen).
  • Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2–4 Std.
  • Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
  • Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in Hochrisikogebieten).

Hepatitis: Eine Impfung gegen Hepatitis A (evtl. auch Hepatitis B) ist empfehlenswert.

Magen- und Darmverstimmungen können vorkommen, sind aber eher Reise- und nicht Namibia-spezifisch. Nehmen Sie entsprechende Mittel gegen Durchfallerscheinungen mit. Sehr wichtig ist es, für eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Nehmen Sie deshalb auf langen Fahrstrecken sowie bei Wanderungen stets genügend Wasser mit, ggf. Salztabletten.

HIV/Aids und Afrika werden oft in einem Atemzug genannt. Man muss davon ausgehen, dass es eine steigende Anzahl von Aidsfällen gibt. Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.

Gelbfieber: Eine Gelbfieberimpfung ist nur bei Einreise aus einem Gelbfieberland vorgeschrieben. Eine Bescheinigung über Gelbfieberimpfungen ist zehn Jahre gültig.

Wir empfehlen, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert- Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio, gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
Weitere Impfungen sind nicht vorgeschrieben.

Wichtig bei Wanderungen im Fish River Canyon: Sie benötigen ein ärztliches Attest, das nicht älter als 40 Tage ist und das bescheinigt, dass Sie körperlich fit sind.

Grenzübergänge

Nach Botswana:

Buitepos / Mamuno 7–24 Uhr
Dobe 8–16 Uhr
Impalila Island 7–18 Uhr
Ngoma Bridge 7–18 Uhr
Muhembo / Shakawe 6–18 Uhr
Mata Mata 8–16.30 Uhr

Nach Südafrika:

Noordoewer – Vioosdrift (Südgrenze nach RSA, B 1) 24 Stunden
Ariamsvlei – Nakop (Südostgrenze nach RSA, B 3/N10) 24 Stunden
Velloorsdrif – Onseepkans (Südgrenze RSA, Oranje, C 10/R 358 Pofadder)  8–17 Uhr (südafrikanische Zeit)
Klein Menasse – Rietfontein (zum Kgalagadi NP, C 16/R 31) 8–22 Uhr (südafrikanische Zeit)
Nakop – nach Upington 24 Stunden
Mata Mata (am Kgalagadi Transfrontier Park)
Wichtig: Sie müssen für Mata Mata eine Reservierung von zwei Übernachtungen im Park nachweisen, da man die reine Durchfahrt durch den Park als Abkürzung unterbinden möchte
8–16.30 Uhr (südafrikanische Zeit)
Sendelingsdrift (Ai-Ais/Richtersveld Transfrontier Park) 8–16.30 Uhr

Nach Sambia:

Katima Mulilo/Wenela  (Autofähre; es kann auch die Zambezi-Brücke benutzt warden)  6–18 Uhr
Kasane Kazungula-Fähre über den Zambesi 6–18 Uhr

Nach Angola:

Ruacana 8–18 Uhr
Omahenene 8–18 Uhr
Oshikango – St. Clara 8–18 Uhr
Rundu – Calai 8–18 Uhr

Hinweis: Für die Grenzübergänge benötigen Sie die Erlaubnis des Fahrzeugvermieters. Bei Einreisen nach Namibia muss eine Straßenbenutzungsgebühr von zzt. N$ 70 gezahlt werden.

Kleidung

Wenn man im südlichen Winter (Trockenzeit) reist, muss man morgens warm angezogen sein (mehrere „Schichten“), im Verlauf des Tages legt man nach und nach mehr Kleidungsstücke ab („Zwiebelprinzip“). Ab dem Nachmittag zieht man sich nach und nach wärmer an. Warme Kleidung darf also in dieser Jahreszeit nicht fehlen. Auch im namibischen Sommer (Regenzeit) sollte ein warmes Kleidungsstück nicht fehlen, da es im Hochland durchaus einmal kühl werden kann. Die Kleidungssitten in den Hotels kann man eher als leger bezeichnen. Gesellschaftskleidung ist nicht nötig.

Nehmen Sie leichte, luftdurchlässige Kleidung mit. Im Land selbst können Sie sich mit hervorragend strapazierfähiger und gut zu tragender Safari-Kleidung einkleiden (besonders in Windhoek und Swakopmund). Bequem zu tragende Schuhe (halbhoch, fest) gehören ins Reisegepäck, nicht aber Sandalen (Skorpione!). Basketballschuhe sind durchaus geeignet. Darüber hinaus vergessen Sie nicht eine starke Sonnenbrille, Sonnenöl, Lippenschutzcreme, Kopfbedeckung, evtl. eine Wasserflasche und eine Taschenlampe für die Camps.

Krankenversicherung

Prüfen Sie bitte nach, ob Ihre Krankenversicherung im Krankheitsfall für die Kosten im außereuropäischen Raum aufkommt. Die medizinische Versorgung im Land ist gut, aber es besteht kein Sozialabkommen zwischen Deutschland und Namibia. In der Regel ist daher eine Reisekrankenversicherung unvermeidlich.

Notfälle/Notruf

In ganz Namibia erreicht man die Polizei unter der Tel. 10111.
Flugrettung MRI: Tel. (+264) 61-235188, in Botswana (+267) 3901601.
SOS International ist in Namibia, Südafrika, Botswana und Simbabwe als Flugrettung tätig: Tel. (+27) 11-541 1350.

Viele Autovermieter haben für den Fall eines Unfalls eine Versicherung für Flugrettung abgeschlossen.

Eine zuvor abgeschlossene Reiseversicherung übernimmt im Erkrankungsfall die Transportkosten.

Öffnungszeiten

Eine gesetzliche Ladenschlusszeit gibt es nicht. Manche Geschäfte schließen bereits um 17 Uhr. Supermärkte, Drogerien und Souvenirgeschäfte haben oft auch abends geöffnet. Banken sind üblicherweise Mo–Fr 9–15.30 bzw. Sa 8.30–11 Uhr geöffnet (z. T. mit Mittagspause). Postämter sind Mo–Fr 8.30–12.30 und 13.30–18.30, Sa 8–12 Uhr geöffnet. In einigen Orten (z. B. Okahandja und Rundu) haben einzelne Supermärkte auch sonntags geöffnet.

Geldwechsel ist sonntags nur am Flughafen Windhoek International möglich, und dies auch nur für einige Stunden, nachdem ein Fernflug angekommen ist.

Die Ankunft am Sonntag kann bei unzureichender Reiseplanung in Windhoek zu einem echten Survivaltrip werden. Das Überleben des Gastes gewährleisten allerdings verschiedene nette Restaurants. Bei Weiterreise nach Botswana und Simbabwe sollten Sie US$-Reiseschecks mitnehmen.

Post

Luftpost nach Europa kostet N$ 5/10 g (Brief), Postkarte N$ 4,60; Briefe innerhalb Namibias 2,50 N$. Wichtig zu wissen: Die NamPost bringt keine Briefe nach Hause, sondern man schickt die Briefe an ein Postfach (P.O. Box). Das System mit postlagernden Briefen (poste restante) funktioniert gut.

Reisezeit und Klima

Das im Allgemeinen trockene und sonnenreiche Klima lässt das Reisen im ganzen Jahr zu. Man sollte daran denken, dass Namibia auf der südlichen Halbkugel liegt: Wenn wir Winter haben, herrscht dort Sommer (Regenzeit), der sehr heiß ist. Allerdings bedeutet Regenzeit nicht, dass es dauernd regnet. Vielmehr gibt es heftige, kurze gewittrige Schauer – sehr selten so etwas wie Dauerregen, der mehrere Tage anhält (auch wenn es die Farmer gerne hätten!). Für kurze Zeit können dann Trockenflusstäler mit Wasser gefüllt sein – ein allradgetriebenes Fahrzeug ist in dieser Zeit eine gute Wahl!

Man sollte während des namibischen Sommers die Mittagshitze für Besichtigungen meiden, d. h. man sollte zu seinen Unternehmungen früh aufbrechen. Ein Wagen mit Klimaanlage ist dann durchaus angebracht. Wenn bei uns Sommer ist, herrscht in Namibia Trockenzeit; die Temperaturen sind tagsüber warm, nachts erfolgt eine z. T. sehr starke Abkühlung (je nach Höhenlage bis in den Minusbereich hinein). Beachten Sie, dass in den winterlichen Monaten Juni–August die Reisezeit (= die Tageszeit) sehr kurz ist (Sonnenuntergang schon ca. 17.15 Uhr).

Dezember/Januar/Februar: Im gesamten Land sehr heiß, Hauptregenzeit (meistens heftige, kurze Regenschauer), dichte Vegetation

März / April / Mai: Temperaturen kühlen langsam ab, noch Regenschauer möglich, gute Reisezeit.

Juni / Juli / August / September: Trockenzeit, tagsüber sonnig, nachts kalt, gute Zeit für Tierbeobachtungen, da die Vegetation spärlich ist.

Oktober/November: „kleine Regenzeit“, warm bis heiß

Sicherheit

Insgesamt betrachtet, ist Namibia aufgrund seiner Weite und seiner geringen Bevölkerung ein sicheres Land. Allerdings muss in den Städten vor Diebstählen gewarnt werden. Bedenken Sie: Gerade in den Städten ist die Arbeitslosigkeit hoch, und Menschen, denen es deshalb wirtschaftlich schlecht geht, sehen sich dazu gezwungen, eben illegal das Notwendige zu besorgen. Lassen Sie deshalb z. B. nie Ihren Mietwagen – ob bepackt oder unbepackt – ohne Aufsicht stehen. Verzichten Sie ebenso auf das Tragen wertvoller Gegenstände, wie Schmuck, Uhren oder Kameras. Bargeld sollten Sie nur in kleinen Mengen bei sich tragen, um nicht Beute für Langfinger zu werden.

In den Hotels verschließen Sie Ihre Wertsachen am besten im Safe. Diebstähle und Raubdelikte sind besonders häufig in Windhoek und Swakopmund. Im besonderen Maße muss vor herumlungernden Zeitungsverkäufern gewarnt werden, die sich in Gruppen vor allem in der Innenstadt von Windhoek gerne positionieren. Sollte Sie ein Fahrzeug überholen  und weist dabei auf einen eventuellen Schaden hin, so halten Sie nicht gleich an – es kann sich um einen Trick handeln, der es erlaubt, schnell und auf offener Straße an ein Opfer zu kommen.

Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie auch unter www.auswaertigesamt.de.

Souvenirs

In den großen Städten, wie Windhoek oder Swakopmund, bieten die Geschäfte lohnende  landestypische Artikel und Erzeugnisse an:

  • Mineralien, die es in großer Vielzahl und Schönheit zu kaufen gibt
  • Diamanten, Brillanten und Halbedelsteine besonderer Qualität
  • Herero-Puppen, die vor allem in Windhoek angeboten werden. Es sind Puppen, die von Herero-Frauen nach ihrem Trachtenstil gekleidet wurden.
  • Schuhe aus Kuduleder: haltbar und preiswert (besonders in Swakopmund)
  • Felle afrikanischer Tierarten (Beachten Sie, dass Sie eine Einfuhrerlaubnis benötigen; erkundigen Sie sich danach beim Verkäufer, besser noch direkt im Land, in das Sie die Felle ausführen möchten.)
  • Karakal-Pelzkleidung (Swakara), gibt es vor allem in den Windhoeker Pelzgeschäften
  • Schöne Holzschnitzarbeiten aus Hartholz (Masken, Tiere)
  • Antiquarische Bücher aus der Kolonialzeit
  • Diverse Erzeugnisse aus Wildleder (z. B. Straußenleder)
  • Korbwaren und Webteppiche

Sprachen

Seit der Unabhängigkeit Namibias ist Englisch Amtssprache (vorher waren es Afrikaans, Englisch und Deutsch). Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sprechen Afrikaans, über 12 % Deutsch und knapp 10 % Englisch. 80 % der Bevölkerung sprechen Oshi Wambo, Otji Herero oder eine der anderen Sprachen. Mit Deutsch und Englisch kommt man als Reisender überall weiter (vor allem in Hotels, Gästefarmen, Lodges, Autovermietungen etc.).

Strom

Alle Steckdosen sind dreipolig (15 Amp.). Die Spannung beträgt 220–240 Volt. Ein Adapter ist notwendig, den man in Hotels geliehen bekommt oder in Elektrogeschäften Namibias kaufen kann. Größere Hotels haben im Badezimmer oft passende Steckdosen für europäische Stecker. Die bekannten „Weltreise-Stecker-Sets“ beinhalten nicht diese Stecker! Viele abgelegene Lodges und Gästefarmen sind nicht an das öffentliche Netz angeschlossen und stellen den Strom selbst mithilfe von Generatoren her. Diese Generatoren laufen zumeist nur während der Tageszeit bis in den Abend hinein – bitte erkundigen.

Telefonieren

Generell kann man sagen, dass das namibische Telefonnetz in den größeren Orten gut ausgebaut ist. Abgelegene Orte und Gästefarmen zu erreichen, kann allerdings zeitraubend sein. Auf dem Land gibt es noch manchmal sog. Farmlinien (Partylines), an denen viele Farmen liegen. Wird gerade jemand auf dieser Linie angerufen, dann kommt man nicht durch – Geduld ist angesagt!

  • Vorwahl von Deutschland (Schweiz, Österreich) nach Namibia: 00264, danach folgt die namibische Vorwahlnummer ohne die Null.
  • Vorwahl von Namibia nach Deutschland: 0049, dann folgt die deutsche Vorwahl ohne die Null (Schweiz: 0041, Österreich: 0043).
  • Auskunft: 1023
  • Vorwahl Botswana: 00267
  • Vorwahl Südafrika: 0027
  • Vorwahl Sambia: 00260

Handys (im englischsprachigen Raum als cell phone, kurz „cell“ bezeichnet): Bedenken Sie, dass, wenn Sie mit Ihrem deutschen Handy Gespräche wie in Deutschland führen – egal, ob Sie anrufen oder angerufen werden – hohe Roaming-Gebühren anfallen. Unter www.mtc.com.na bekommt man aktuelle Infos zur Abdeckung Namibias im Mobil-Telefonfunknetz, das weitläufige Land ist nicht vollständig abgedeckt. Informationen zu günstigen Prepaid-Karten oder zu weiteren – meist kurzfristigen Angeboten – des Anbieters MTC unter www.mtc.com.na.

SIM-Karten werden auch von MTC (Tel. 061/2802000) angeboten, Adresse: MTC (Mobile Telecommunications Ltd.), Cnr. of Mosé Tjitendero & Hamutenya Wanahepo Ndadi Street, P.O. Box 23051, Windhoek, Starterpaket: ca. N$ 175, 6 Monate Gültigkeit, sog. Tango- Karten zum Nachladen von Gesprächseinheiten – Gespräch nach Europa dann ca. N$ 15/Min.

Cell Phones kann man auch schon am Windhoeker Flughafen ausleihen, und zwar am Get Smart and Mobile-Schalter in der Ankunftshalle des internationalen Flughafens (gegen Kautionshinterlegung per Kreditkarte). Nachteil: Ihre neue Telefonnummer kennt niemand (Vorwahl Cellular-Mobilfunk: 08xxx).

Satelliten-Telefone sind für äußerste Extremtouren und sehr einsame Gebiete (Kaokoveld, Kaudom) ein „Rettungsanker in der Not“. Zu mieten z. B. über www.satrent.de/preise. htm. Eine Preisübersicht über Neu-/Mietgeräte gibt es unter www.thuraya.de sowie unter www.satfon.de. Sehr gute Erfahrungen hinsichtlich Erreichbarkeit werden mit dem Inmarsat-System gemacht. Für die normalen Strecken nicht nötig.
Vermietung in Windhoek: Radio Electronic, Tel. 061/258231, info@recc.co.na. In Kombination mit einem Notebook können mit dem Thrane & Thrane Gerätetyp TT-3060A Mini M Portable auch E-Mails verschickt werden.

Trinkgeld

In Restaurants sind Trinkgelder von ca. 10–15 % üblich; Gepäckträger bekommen N$ 2. Für besonders guten Service gibt man auch an Tankstellen und Werkstätten ein Trinkgeld.

Zeit

Zur europäischen Sommerzeit muss man bei der Einreise nach Namibia die Uhr um eine Stunde zurückstellen, im europäischen Winter hat Namibia dagegen seine Sommerzeit. Die Zeitumstellung erfolgt in Namibia am 21. März bzw. am 4. September.

Zoll

Erlaubt sind alle Dinge des persönlichen Gebrauchs. Neue oder gebrauchte Waren dürfen bis zu einem Gegenwert von N$ 200 eingeführt werden, außerdem bis zu einem Liter Alkohol, einschließlich Likör und Magenbitter, zwei Liter Wein, 50 ml Parfüm, 250 ml Toilettenwasser, 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 250 g Tabak.

Für Jagdaufenthalte dürfen Gewehre mitgeführt werden, aber keine Pistolen. Sie müssen bei der Einreise deklariert werden. Hierzu muss unbedingt eine Seriennummer in die Waffe eingraviert sein! Die Einfuhr vakuumverpackter Nahrungsmittel ist bis zu 1 kg gestattet. Geschenke bis N$ 200 sind zollfrei.