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Insider-Reisetipps und Hinweise für Ihre Traumreise durch Namibia

Von A wie Apfelkuchen bis Z wie zweites Reserverad: Michael Iwanowski, Verleger, Reiseveranstalter und Namibia-Profi seit über 35 Jahren, und Hilmar Tonnemacher, „Mr. Namibia“ von Abenteuer Afrika Safari, geben 19 Kenner-Tipps für eine entspannte Reise durch Namibia.

Gründliche Vorausplanung ist das A und O

  1. Bei der Flugauswahl ist es nicht ratsam, auch noch auf die letzten Euros zu schauen. Lieber sollte man sich auch hier persönliche Beratung einholen, denn neben dem Preis spielen Zuverlässigkeit und Komfort eine große Rolle.
  2. Am Anfang einer Reise bietet es sich an, eine Übernachtung in Windhoek oder außerhalb einzuplanen, weil Flugverspätungen so besser aufgefangen werden können und der Reiseablauf nicht abgeändert werden muss.
  3. Ohne Unterkünfte gebucht zu haben sollte man besser nie losfahren. Zu hoch ist das Risiko, dass bei der eigenen Ankunft alles ausgebucht ist oder – gerade bei kleineren Gästefarmen – niemand vor Ort ist. Der Weg zu einer anderen Unterkunft ist dann u. U. sehr lang– und in der Dunkelheit auch nicht ungefährlich.
  4. Wenn man sich im Internet zu den Übernachtungsmöglichkeiten im Zielgebiet kundig macht, sollte man sich nicht auf Bilder verlassen, da sich die Etablissements natürlich immer von ihrer Schokoladenseite präsentieren.
  5. Die Hauptreisemonate Juli – September kann man getrost meiden – auch in der restlichen Zeit ist Namibia ausgezeichnet zu genießen.

Für Selbstfahrer interessant

  1. Wer sorgenlos fahren möchte, chartert seinen Wagen bei einer größeren, renommierten Autovermietung. Zwar finden sich im Internet immer wieder mal sog. „Schnäppchen“, doch Namibias Straßenverhältnisse sind zum Teil tückisch und kleinere Billiganbieter können bei Vorfällen oftmals keine Abhilfe leisten.
  2. Auf den z. T. schlechten Straßen, nach Regenfällen oder auf Zufahrten zu bestimmten Lodges/Gästefarmen fährt es sich wesentlich komfortabler, wenn man ein Fahrzeug mit Allradantrieb mietet.
  3. Man sollte nie bei Dunkelheit fahren, denn 90 % aller Straßen sind unmarkierte Schotterpisten, die selbst bei Tageslicht schlecht zu befahren sind. Außerdem kommt es nachts häufig zum Wildwechsel, welcher bei einem Zusammenstoß auch für die Insassen lebensgefährlich sein kann.
  4. Aufgrund der hohen Pannengefahr lohnt es sich bei der Autoanmietung vorab ein zweites Reserverad zu bestellen. Ebenso sollte man sich vor der Reise schlaumachen, wie man an es herankommt – meist ist es unter der Ladefläche montiert.
  5. Ins Sossusvlei kann man getrost erst nach 10 Uhr reinfahren und somit die Menschenmassen umgehen.

Gut zu wissen

  1. Es lohnt sich nicht, viel Bargeld mitzunehmen, da mittlerweile nahezu überall – auch an Tankstellen – mit Kreditkarte gezahlt werden kann. Eine „Notkasse“ von ca. 100 € p. P. reicht bei Weitem aus, z. B. für den Kaffee unterwegs.
  2. Vorsicht bei Kreditkartenzahlungen! Wenn man im Restaurant mit der Kreditkarte zahlt, lässt man sich immer das Kartenlesegerät an den Tisch bringen. Sollte ein Lokal nicht über ein mobiles Gerät verfügen, folgt man dem Kellner und beobachtet den Zahlungsvorgang, damit die Karte nicht zweckentfremdet wird.
  3. Bei vernünftigem Service ist es üblich, ein Trinkgeld von 10 % zu hinterlassen.
  4. Ausreichende Wasservorräte sind absolut unerlässlich. Am besten entscheidet man sich für Mineralwasser, das für „Nicht-Einheimische“ zumeist am bekömmlichsten ist. Etwas zu essen dabei zu haben ist natürlich auch nie falsch – aus persönlicher Erfahrung kann ich Trockenfleisch (Biltong), Trockenwurst und getrocknete Datteln empfehlen.
  5. Die besten Nahrungsmittel und Gerichte sind diejenigen, die lokal verfügbar Fisch z. B. sollte man nur an der Küste essen.
  6. Den berühmten Apfelkuchen sollte man statt in Solitaires Rasthofatmosphäre lieber auf der Fahrt gen Süden im Helmeringhausen Hotel und damit in einem gepflegten, ruhigen Ambiente genießen.
  7. Sonnencreme und Kopfbedeckung dürfen nie fehlen.

Unser Geheimtipp in Swakopmund

  1. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich eine der aufschlussreichen Führungen der Hafeni Cultural Tours. Von einem waschechten Swakopmunder begleitet erhält man hier authentische Einblicke in einen Privathaushalt, das muntere Marktleben und die traditionelle Küche Namibias.

Weitere informative Berichte dazu finden Sie unter anderem in früheren Blogeinträgen.

  1. Den letzten Tipp möchte ich Ihnen ratsam ans Herz legen, da ihn gerne viele unterschätzen. Sorgenfrei und gut beraten unterwegs ist, wer bei einem Reiseveranstalter mit persönlichen Ansprechpartnern bucht. Dieser ist – gemäß Europäischem Reiserecht – im Falle eines Versäumnisses oder bei Problemen zuständig. Ein Webportal wird aus der Ferne und bei Umbuchungen kaum schnelle Hilfe anbieten.

Michael Iwanowski und Hilmar Tonnemacher teilen gerne ihre wertvollen Tipps um einen angenehmen Aufenthalt in Namibia zu garantieren

© Text und Bilder: Michael Iwanowski

 

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