Es gibt Orte, an denen man die Stille hört. Das NamibRand Nature Reserve ist einer davon. Auf 200.000 Hektar zwischen dem Namib-Naukluft-Park und dem Nubib-Gebirge liegt eines der größten privaten Naturschutzgebiete im südlichen Afrika. Ein Eldorado für alle, die die Einsamkeit und die unüberhörbare Stille der Wüste suchen. Seit 2012 ist das Reservat außerdem Afrikas erstes Dark Sky Reserve. Entdecken Sie das NamibRand Nature Reserve mit Iwanowskis Reisen!
Auf dem zusammenhängenden Gebiet des Reservats erleben Sie die ganze Vielfalt der Namib: Weite Sand- und Schotterflächen wechseln mit endlos silbrig schimmernden Grasflächen. Eindrucksvolle, bizarre Gebirge bilden den Gegensatz zu grasbewachsenen, roten Dünenlandschaften. Was Besucher in besonderer Weise fasziniert, sind die Farbenspiele dieser Landschaft.
Viele der ursprünglich hier beheimateten Tiere und Pflanzen haben ihre Heimat wiedergefunden. Neben Großwild wie Oryx-Antilopen, Kuhantilopen, Zebras, Straußen und Leoparden leben hier die kleineren Vertreter der Wüstenfauna: Tenebrio-Käfer, Geckos, Schlangen, Maulwürfe und Erdhörnchen. Die Vogelwelt umfasst mittlerweile 120 nachgewiesene Arten, die sich auf das trockene Klima eingerichtet haben, darunter Wachteln, Kiebitze, Adler, Falken und Geier.
Wie vielfältig die Wüstenvegetation tatsächlich ist, zeigt sich vor allem nach den seltenen, kurzen Regenschauern. Dann verwandelt sich die vermeintlich karge Landschaft binnen weniger Tage.
Das NamibRand-Naturreservat lässt sich hervorragend mit den Höhepunkten im Süden Namibias verbinden, allen voran mit dem benachbarten Sossusvlei. Hier finden Sie unsere Reisen mit Aufenthalt im Reservat:
2012 wurde das NamibRand Nature Reserve als erstes Gebiet Afrikas zum Dark Sky Reserve ernannt. Denn hier kommt zusammen, was anderswo kaum noch zu finden ist: saubere, staubarme Luft, sehr geringer Niederschlag und praktisch keine künstlichen Lichtquellen im Umkreis vieler Kilometer.
Nach Sonnenuntergang beginnt also das zweite Programm des Tages. Die Milchstraße spannt sich als deutlich sichtbares Band über den Himmel, das Kreuz des Südens steht klar über dem Horizont, und in mondlosen Nächten wird es so dunkel, dass die Sterne selbst Schatten werfen. Wer schon einmal einen wirklich dunklen Himmel gesehen hat, weiß, dass sich dafür eine ganze Reise lohnen kann.
Das Reservat wird von privaten Investoren bewirtschaftet, und das prägt auch die Unterkünfte: Es gibt sehr wenige Betten auf sehr viel Fläche, und die Häuser bewegen sich im gehobenen bis hochpreisigen Segment. Was Sie dafür bekommen, ist eine Exklusivität, die in Namibia selten geworden ist. Oft sind Sie auf einer Pirschfahrt stundenlang das einzige Fahrzeug.
Das Reservat liegt in einer extrem trockenen Wüstenregion und entsprechend groß sind die Temperaturunterschiede. Im Sommer von etwa November bis April wird es tagsüber sehr heiß. Der Winter von Mai bis Oktober gilt als trockener und insgesamt angenehmer, wobei die Nächte deutlich auskühlen.
Für viele Reisende sind April/Mai sowie September/Oktober die schönsten Monate: meist klare Sicht, nicht drückend heiß und ideal für Wanderungen und Fotografie im warmen Licht der Morgen- und Abendstunden.
Für die Sternenbeobachtung gilt eine einfache Regel: Je trockener die Luft und je näher am Neumond, desto eindrucksvoller der Himmel. Und wer die Wüste in Grün erleben möchte, reist nach den seltenen Regenschauern. Planbar ist das allerdings nicht.
Übrigens: Allgemeine Hinweise zur besten Reisezeit finden Sie auch in unseren Reiseinformationen zu Namibia.
Dass es das NamibRand Nature Reserve überhaupt gibt, ist keine Selbstverständlichkeit. Ursprünglich lagen im heutigen Gebiet neun kommerziell arbeitende Farmen. Lang andauernde Dürren zwangen die Farmer dazu, Wild zu jagen. Bald zeigte sich, dass mit dem Wild mehr Geld zu verdienen war als mit dem kargen Rinder-Farming. Manche Farmer schreckten nicht davor zurück, Wild aus dem benachbarten Namib-Naukluft-Park anzulocken, um es abzuschießen. Die Bestände wurden massiv dezimiert.
1984 erwarb der Windhoeker Geschäftsmann J. A. Brückner in dieser Landschaft die Farm Gorrasis und vergrößerte sie in den Folgejahren durch den Zukauf der Farmen Die Duine und Stellarine. Er tat das aus Liebe zum Land und aus Leidenschaft für diese einmalig schöne, bizarre Landschaft. Aus der Idee, ein großes privates Naturschutzreservat zu schaffen, entstand eine private Holdinggesellschaft, und aus überweidetem Farmland wurde ein zusammenhängendes Schutzgebiet, in das die Tierwelt zurückkehren konnte.
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