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Wasser marsch oder der lange Weg nach Victoria Falls

Fortsetzung von: Hwange National Park: Ein Paradies für Tiere

Was den einen freut, versperrt dem anderen den Weg. Am Morgen verlassen wir den Hwange National Park in Richtung unseres nächsten Highlights: der berühmten Victoriafälle.

 

Doch zunächst hat man uns ein paar Steine oder vielmehr ein paar mehr Tropfen in den Weg gelegt. Über Nacht hat es mächtig geregnet (und tut es noch), sodass die Straßen mitunter überschwemmt sind.

An einer tieferen Stelle geht es dann aber definitiv nicht mehr weiter. Norman, unser Sunways-Guide, schreitet die Fahrbahn heldenmütig ab und kommt zu dem Schluss, dass zu unser aller Sicherheit hier die Fahrt erst einmal zu Ende ist. Einige Übereifrige wagen immer wieder einen Vorstoß, werden aber schnell in die Realität und in die Autokolonne zurückgeholt.

Norman checkt die Wassertiefe

Nach einiger Zeit entschließen wir uns, eine Alternativroute ausfindig zu machen. Ein Einheimischer weiß einen Weg und führt uns schließlich sicher durch ein Kohlerevier auf eine Umgehungsstraße in Richtung Victoria Falls.
Beim gemeinsamen Dinner zeigt uns Norman, dass die Überschwemmung doch nicht ganz unerheblich war und bereits in den simbabwischen Nachrichten darüber berichtet wurde. Zum Glück ist niemandem etwas ernsthaftes passiert.

Man beachte den roten Truck auf der linken Seite 😉

Donnernder Rauch – Victoriafälle

Wir sind in Vic Falls angekommen. Unser Hotel, das Rainbow Hotel Victoria Falls, liegt in einem parkähnlichen Gelände mit einem schönen Pool mit Poolbar. Die geräumigen Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet. Es gibt auch einen Spa. Eine gute Gelegenheit, sich nach der nicht ganz unanstrengenden Fahrerei mal wieder durchkneten zu lassen. Ich mache sofort für den nächsten Tag  einen Termin bei der Massage. 😉

Der Ort Victoria Falls selbst lädt nicht unbedingt zum Schlendern ein: ein paar Läden, Restaurants und jede Menge Tour-Operator-Büros mit den waghalsigsten Aktivitäten, in die man sich rund um die Fälle stürzen kann: von Bungee-Jumping über Whitewater-Rafting bis zu Helikopter-Rundflügen.

Plan mit den Stationen für besonders schöne Ausblicke

Wir unternehmen einen Spaziergang an der Kante, entlang der Viewpoints und bestaunen Devil’s Cataract, Horseshoe- und Rainbow Falls und die Victoria Falls Bridge, wo auch der Grenzübergang nach Livingstone in Sambia ist – und die Bungee-Jumping-Anlage.

Gewaltig, laut und schon ziemlich imposant ist direkt mein erster Eindruck, als wir uns den Fällen nähern. Immer wieder biegen wir vom Hauptweg in kleine Abzweigungen ein und bestaunen die stets neuen Ausblicke. Hier heißt es dann: Wer hat den besten ,Hintergund-für-das-Selfi-und-bleibt-dabei-noch-trocken‘-Platz.?“

Main Falls

Am Eingang gibt es viele Informationen zu der geologischen Beschaffenheit und zu den, je nach Jahreszeit, unterschiedlich starken Wassermassen, die über die schroffen Kanten brechen. Wir hatten in einem Beitrag vom Dezember darüber berichtet.

„Nach zwanzig Minuten Fahrt von Kalai aus sahen wir zum ersten Male die Rauchsäulen, die sich in einer Entfernung von 5–6 Meilen erhoben, gerade wie wenn große Strecken Gras in Afrika angebrannt werden. Es stiegen fünf Säulen auf, deren Spitzen sich mit den Wolken zu vermischen schienen.“ aus: David Livingstone, Zum Sambesi und quer durchs südliche Afrika 1849–1856, K. Thiemanns Verlag, Stuttgart 1985, S.310f.
Der schottische Missionar und enthusiastische Afrikareisende David Livingstone entdeckte die gewaltigen Wasserfälle des Sambesi 1855 auf seiner Reise und nannte sie zu Ehren seiner Königin Victoriafälle. Nach ihm selbst wurden später die Stadt Livingstone am Nordufer des Sambesi sowie die Livingstonefälle des Kongo benannt. Ein Denkmal an den Victoriafällen erinnert an ihren Entdecker. Ohrenbetäubend stürzt der Fluss in die Tiefe. Mosi-oa-Tunya („Donnernder Rauch“) nennen die einheimischen Kololo die Victoriafälle, die seit 1989 zum Welterbe der UNESCO gehören und eine eindrucksvolle natürliche Grenze zwischen Simbabwe und Sambia bilden. Der Name verweist auf den Sprühnebel, der entsteht, wenn sich die Wassermassen des Sambesi auf einer Breite von 1.708 m in die 110 m tiefe und nur 50 m weite Schlucht aus Felswänden ergießen. Damit sind die Victoriafälle der breiteste durchgehende Wasserfall der Erde. Aus: Iwanowski’s 101 Safaris

 

Mit diesen Bildern verabschieden wir uns aus dem schönen Simbabwe und freuen uns auf unsere nächste Etappe: Botswana.

Fortsetzung folgt …

© Text, Fotos und Videos: Claudia Heinrich

Tag 8 und 9 der Iwanowski-Reise: Simbabwe und Botswana als geführte Safari

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