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Happy Hippos und raufende Elefanten – Der Chobe National Park

Fortsetzung von: Wasser marsch oder der lange Weg nach Victoria Falls

Zebra – Nationaltier von Botswana

1947 verliebt sich der Prinz des Landes Seretse Khama in die weiße Britin Ruth Williams und heiratete sie ein Jahr später. Sowohl in Botswana als auch im Vereinigten Königreich sorgte diese Verbindung für einen Aufschrei in der Bevölkerung, und es kam zu massiven Anfeindungen. Als Khama dann 1966 der erste Präsident eines unabhängigen Botswana wurde, soll er, laut unserem lokalen Guide, das Zebra zum Nationaltier ernannt haben. Seitdem steht es als Symbol für ein tolerantes Land und ein gemeinsames Miteinander von Schwarz und Weiß, gegen Rassendiskriminierung und Vorurteile. (Quelle für die Daten und Wappen: Wikipedia)

Der Chobe National Park

Der Nationalpark wurde 1968 gegründet und nach dem nördlichen Grenzfluss Chobe benannt. Die geografische Struktur dieser Region Botswanas wird im Wesentlichen von der Kalahari, dem Okavango-Delta sowie den Flusssystemen bestimmt. 

Der Fluss Chobe beginnt im Bergland von Südangola, wo er Cuando heißt. Im Bereich des namibischen Caprivi-Streifens nimmt er den Namen Kwando an, um danach zum Mashi River zu werden. Ab dessen radikaler Wende nach Nordosten heißt er schließlich Linyanti – doch nur bis zum Lake Liambezi. Ab da trägt er endlich den Namen Chobe.

Wer beobachtet hier wen?

Berühmt ist der Park für seine Elefanten: Im nördlichen Chobe findet man die wohl größte Population der Welt – über 60.000 Tiere. Die grauen Riesen kehren am späten Nachmittag regelmäßig zum Fluss zurück, um zu baden und zu trinken: ein einzigartiges Spektakel!

Der Nachteil ist allerdings, dass die Vegetation durch die Überpopulation extrem strapaziert wird. Zur Entspannung trägt die 2012 eröffnete Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KaZa) bei, die sich über fünf Länder (mindestens 300.000 km²) erstreckt und die Chobe-Region mit Schutzgebieten der Nachbarländer verbindet. Der Plan geht bezüglich der Elefanten auf: Heute verteilen sich die „überzähligen“ Tiere auf Nationalparks in Angola und Simbabwe. Aus: Iwanowski’s Reiseführer Botswana.

Eine Bootsfahrt, die ist …

Eine wunderschöne Flusslandschaft breitet sich vor uns aus. Auf dem Teppich in allen Schattierungen von Grün sind Impalas, Giraffen und Büffel unterwegs und suchen in dem flachen Gelände nach Essbarem. Aufmerksam beobachtet von den Löwen, die sich, versteckt in den Büschen am Rand, vielleicht schon gedanklich ihr Mittagsmenue zusammenstellen …

Ein Muss für die Erkundung des Chobe National Park ist eine Bootsfahrt. Vom Wasser aus kann man die Tiere auf den einzelnen Inseln hervorragend beobachten und kommt ihnen – mitunter bedrohlich – nahe. Doch einige andere Zweibeiner scheint die Nähe zu den faszinierenden Reptilien nicht sonderlich zu stören. Man könnte meinen, der Yellow-Billed Stork befinde sich in einer Art Schockstarre … oder aber es handelt es sich hierbei um eine Allianz zwischen den beiden, und der Storch, der im Deutschen auf den klangvollen wie passenden Namen Nimmersatt „hört“,  ist ein lebender „Zahnstocher“?

Eine kleine Flusspferdfamilie ist unterwegs und grast in Formation, bevor sie gemeinsam im Wasser verschwindet.

Doch am beeindruckendsten sind natürlich die großen Elefantenherden. Wir erleben, wie gewaltige Bullen ihre Kämpfe im und am Wasser austragen, und hoffen, dass den Jungtieren nichts geschieht.

 

Aber die Mütter, Tanten und großen Geschwister passen zum Glück auf sie auf und bringen die Kleinen in Sicherheit vor dem scheinbar unkontrollierten Kräftemessen der Machos.

Am Abend erleben wir noch einen weiteren Höhepunkt auf unserer Flussfahrt: einen spektakulären Sonnenuntergang.

Fortsetzung folgt …

© Text, Fotos und Videos: Claudia Heinrich

Tag 10 und 11 der Iwanowski-Reise: Simbabwe und Botswana als geführte Safari

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