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Namibia – Lexikon: Restaurants – typisches Essen – braai und Bier

Die Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken ist unterwegs stets gewährleistet. Jeder zentrale Ort verfügt zumindest über ein Geschäft, in dem man das Notwendigste kaufen kann.

Sich mit Vitamin C eindecken

Nur bei Frischwaren (Obst und Gemüse) kann es in abgelegenen Gegenden Probleme geben, doch ist ein Vitamindefizit leicht durch die Einnahme von Multivitamin-Präparaten auszugleichen. Außerdem kann man sich ja mit einem Vorrat an Äpfeln und Apfelsinen eindecken. In allen Restaurants des Landes kann man unbedenklich essen, d. h. die hygienische Zubereitung der Speisen ist stets gewährleistet. Risikolos können Salat gegessen oder Wasser getrunken werden. Die Gerichte entsprechen weitgehend unseren Gewohnheiten.

Hauptnahrung Fleisch – Kudu, Strauß & Co.

Fleisch dominiert die Speisekarte (naturbelassene Rind-/Schweinefleischgerichte). Sehr oft werden Wildgerichte angeboten (Kudu, Springbock, Oryx, Warzenschwein, Strauß), selten jedoch Fischgerichte.

Kleines Fischlexikon

Fischgerichte gibt es vor allem an den Küs­ten­orten (Austern, fangfrische Langusten und Hummer – allerdings nicht gerade billig). Die Austern gehören zu den besten der Welt!
Wenn Sie verzweifelt nach der genauen Übersetzung einer bestimmten Fischart fragen, sind Sie nicht alleine. Vielleicht ist Ihnen folgende „Übersetzung“ eine kleine Hilfe:
Crayfish, Lobster: Sammelbegriff für Langusten (in Lüderitz und Swakopmund häufig angeboten)
Kingklip: Sehr häufig auf der Speisekarte! Dies ist ein weißer Tiefseefisch, ähnlich dem Seebarsch. Monk fish ist ein Seewolf-ähnlicher, weißer Fisch, relativ arm an Gräten, gutes Filet
Sole: Seezunge, sehr schmackhaft
Snoek: Makrelenart, wird oft geräuchert angeboten
Steenbras: Lachsähnlicher Fisch, allerdings mit weißem Fleisch

Namibische Küche – deftig und gutbürgerlich

Die Küche ist eher als deftig-traditionell („gutbürgerlich“) zu bezeichnen. In Städten wie Windhoek und Swakopmund hat sich in den großen Hotels mittlerweile eine international geprägte Haute Cuisine etabliert, ebenso auf den exklusiven Lodges.

Weine, Biere und Mixturen

Überall erhältlich ist hervorragender südafrikanischer Wein. Doch das Lieblingsgetränk der Namibier ist und bleibt das Bier (Hansa-Bier, Windhoeker Bier, wir haben darüber berichtet), nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Praktisch alkoholfrei wird oft der erfrischende „Rock Shandy“ getrunken: Mixtur von Limonade, Sodawasser und einem Schuss Angostura (Das ganze Rezept finden Sie hier). Als Köstlichkeit gilt auch der südafrikanische Amarula-Likör, der an Bailey’s erinnert. Er wird aus den aromatischen Früchten des Amarula-Baumes gewonnen.

Beliebt ist das Grillen von Fleisch („braaivleis“), denn – durch das Klima bedingt – wird gerne draußen gekocht und gegessen. Die Preise für Speisen liegen etwa 30 % unter den deutschen. In den Restaurants der Namibia Wildlife Resorts sind sie noch niedriger. Beliebt sind dabei auch die Potjie-Gerichte am Lagerfeuer: In einem gusseisernen Topf (Dreifuß) werden phantasievolle, würzige Fleischgerichte (gulaschähnlich), oft mit Gemüse angereichert, gekocht. Eine namibische Spezialität ist Biltong: luftgetrocknetes, gewürztes Rind- oder Antilopenfleisch (Namibias Kaviar). Biltong ist nicht jedermanns Sache, da der Fleischstreifen sehr zäh ist. Eine Delikatesse ist stets das selbstgebackene Farmerbrot, wie man es auf Gästefarmen vorgesetzt bekommt (Von Michael Iwanowski gibt es das als „Pionierbrot„). Ebenso eine Delikatesse ist das Rauchfleisch (das Fleisch stammt meist vom Kudu).
Beim Fahren über Land sollte man sich stets ein Lunchpaket mitnehmen, da entsprechende Orte und Einkehrmöglichkeiten aufgrund der Weite des Landes fehlen­.

Textauszug aus dem Reiseführer Namibia
Foto: Uwe Spitzmüller, HighFoodality

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