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Wüsten, Wadis und Kamele – Meine erste Reise in den Orient | Teil 1

Ein Reisebericht von Michael Iwanowski

Es ist kein Geheimnis, dass das südliche Afrika zu meinen absoluten Lieblingsdestinationen gehört. Doch Anfang Januar hat es mich erstmals wesentlich weiter nördlich hin verschlagen: in das Sultanat Oman auf der Arabischen Halbinsel.

Auslöser meiner Neugier auf dieses zugegeben eher teure Reiseziel war der Oman-Reiseführer aus unserem Reisebuchverlag, dessen Absatz sich seit Jahren stetig nach oben entwickelt. „Das muss ein interessantes Reiseland sein“, schloss ich. Auch beim Reiseunternehmen Iwanowski’s bieten wir seit 2017 Reisen in den Wüstenstaat an. Unsere Oman-Expertin ist Iwanowski’s-Reiseberaterin Vivien Peiffer, in deren Hände wir natürlich auch die Planung unserer (zwei Freunde aus Namibia, meine Frau und ich) Reise legten.

Die Abenteurer: Pauline und Hilmar Tonnemacher von Abenteuer Afrika Safari, meine Frau Ursula und ich

Oman! Islamisches Land … arabische Schrift … Naher Osten … eine vollkommen andere Kultur … mein Fragenkatalog wurde immer länger und meine Neugier wuchs von Tag zu Tag.

Doch bevor es losgeht, zunächst einige allgemeine Fragen:

1. Wann Ist die beste Reisezeit?
Warm ist es allemal. Für uns Mitteleuropäer eignet sich am besten die „Winterzeit“ zwischen Oktober und April, wenn die Temperaturen mit bis zu 35°C am niedrigsten, die Hotelpreise allerdings am höchsten sind. Wem Hitze jedoch nicht so viel ausmacht, der kann hier zu jeder Jahreszeit einen schönen Urlaub verbringen.

2. Wie steht´s mit dem Islam?
Im Oman ist der Islam Staatsreligion. Shopping-Tour im SouqDas Sultanat ist aber ein sehr tolerantes Land und man kann sogar als Nichtgläubiger die größte Moschee des Landes zu bestimmten Tageszeiten besuchen. Es gibt gewisse Kleidervorschriften: Knie und Schultern sollten bei Frauen und Männern verhüllt sein, freier Rücken und tiefes Dekolleté sollten vermieden werden. Wie das Foto zeigt, liegt meine Frau hier stilistisch ganz weit vorn. In den Gotteshäusern müssen Frauen ihr Haar bedecken. Beim Baden an Stränden und in den Wadis (Tal oder Flusslauf) immer Shorts und T-Shirt tragen.

Willkommensgruß: Tee mit Datteln

3. Und der Alkohol?
Alkohol gehört nicht zur Kultur des Landes und ist deshalb nicht überall verfügbar. Nur lizensierte Restaurants und Hotels servieren alkoholische Getränke. In der Regel kann man in den internationalen Hotels Alkohol bekommen. In der Öffentlichkeit sowie außerhalb der konzessionierten Bereiche ist der Genuss von Alkohol verboten. Autofahren unter Alkoholeinfluss wird mit 48 Stunden Gefängnis bestraft.

4. Wie ist es mit der Sicherheit bestellt?
Der Oman gilt als eines der sichersten Länder der Welt. Diebstähle und Gewaltanwendungen kommen quasi nicht vor. Gründe dafür sind die tiefe Religiosität, der allgemein hohe Wohlstand der Bevölkerung und die starke Präsenz der Polizei.

5. Wie kommen wir hin?
Die besten Flugverbindungen bietet Oman Air, täglich ab Frankfurt und München. Nach etwa sieben Stunden Flugzeit und mit einer Zeitdifferenz von drei Stunden plus landet man dann in der Hafen- und Hauptstadt Muscat.

Der große Tag ist gekommen. Mit gepackten Koffern und großen Erwartungen geht es nach Frankfurt. Wir gönnen uns zu einem Spezialpreis die Business Class in der Oman-Air-Maschine: Große Beinfreiheit, tolle Kabinenausstattung, perfekter Service und wunderbares arabisch ausgerichtetes Essen machen den Flug denkbar angenehm. Pünktlich landen wir auf dem neuen, hypermodernen und sensationell eleganten Flughafen von Muscat. Wow – wir staunen nicht schlecht.

Ein modernes Märchen aus 1001 Nacht – Ausgangspunkt für unsere zehntägige, abenteuerliche Reise im Orient … Hier gehts zur Fortsetzung.

Text & Fotos: Michael Iwanowski

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