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Von Südafrika nach Mosambik – Als Selbstfahrer unterwegs | Teil 1

Sie haben Lust auf Abenteuer und wilde Tiere, lieben die Natur? Sie sind ein Genießer und probieren auch in kulinarischer Hinsicht gern Neues aus? Sie lieben das Meer und dessen Bewohner?
Dann kommen Sie doch einfach mit mir, Silke Fischer (Reiseberaterin bei Iwanowski’s), auf eine Reise durch Südafrika und Mosambik. Die Route führt uns entlang der legendären Panoramaroute zum Blyde River Canyon und in den Kruger National Park. Wir erkunden die fantastischen Strände und die einmalige Unterwasserwelt Mosambiks und besuchen auf unserem Weg einfache wie außergewöhnliche Camps und tierreiche Game Reserves. 

Ab Frankfurt fliegen wir über Johannesburg zum Kruger Mpumalanga International Airport. Wenn man den Kruger Park National besuchen oder die Panoramaroute erleben will, bietet sich dieser Flughafen einfach an. Für uns geht es zuerst nach Hazyview in die wunderschöne Lodge Rissington Inn (Foto). Nach nur einer guten Stunde Fahrzeit sind wir schon da. Ein wunderschöner reetgedeckter Garden-Bungalow mit einem atemberaubenden Blick auf das Sabie-River-Tal erwartet uns. Am nächsten Tag widmen wir uns der unglaublich tollen Natur in dieser abwechslungsreichen Landschaft.

Ein- und Ausblicke am Blyde River Canyon

Wir bestaunen den 80 Meter hohen Berlin-Wasserfall, den eindrucksvollen Aussichtspunkt God´s Window und die Bourke`s Luck Potholes mit ihren gurgelnden Wasserstrudeln, die aus dem weichen Dolomit-Gestein herausgewaschen sind.
Buchstäblich atemberaubend ist der Blyde River Canyon mit seiner 800 m tiefen Schlucht aus rotem Sandstein, auf deren Zinnen drei Rondavels thronen. Nachdem die weicheren Gesteinsschichten erodiert waren, blieben die harten Kuppen stehen und fügen sich durch ihre Ähnlichkeit mit afrikanischen Rundhütten ganz natürlich in die umliegende Gegend. Überall gibt es kleine Wanderwege, die zu immer fantastischeren Ausblicken führen.

Atemberaubende Ausblicke am Blyde River Canyon

„Big Five“ im Timbavati Game Reserve

In der nächsten Zeit bestimmen nicht mehr wir selbst den Tagesrhythmus, sondern die Tierwelt gibt den Takt vor. Ich bin gespannt, ob wir wirklich alle „Big Five“ sehen werden? Hier nur mal zur Erinnerung: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. 😉
Wir sind im Mai unterwegs. Eine schöne Reisezeit. Tagsüber ist es noch schön warm und abends kühlt es angenehm ab. Mit unserem Mietwagen, einem Toyota RAV 2, geht es zur Simbavati River Lodge. Ein privates Game Reserve im nördlichen Teil des über 53.000 Hektar großen Timbavati Game Reserve. Alles ist so dicht bewachsen, dass die Lodge von Weitem erst gar nicht erkennbar ist.
Direkt vor unserem Zelt gibt es einen Fluss und am ersten Abend haben wir auch schon Besuch von einer Hippomutti mit Baby … Keine drei Meter von unserer Terrasse auf Pfählen entfernt grasen die beiden ganz friedlich. Ich lausche fasziniert dem nächtlichen Geschmatze.
Früher war diese Unterkunft mal eine Jagd-Lodge und wurde von Großwildjägern besucht. Zum Glück sind hier jetzt nur noch Fotojäger unterwegs …

 

Wir treffen auf unseren Ranger und unseren Shangaan Tracker. Das ist der „Spurenleser“, der seinen Platz ganz vorne auf unserem Jeep einnimmt. Dass ich dort auf keinen Fall sitzen wollen würde, wird mir im Laufe der Tour bewusst, als wir plötzlich mit Elefant & Co. fast auf Tuchfühlung gehen …

Auf diesem Platz ist Konzentration gefordert

Check: Giraffen, Zebras, Antilopen, Hyänen haben wir bereits gesehen – aber wo sind die Löwen??? Wir geben die Hoffnung nicht auf und freuen uns auf die nächsten Tage.
Und selbige vergehen wie im Flug.

Früh morgens und abends sind wir unterwegs auf Pirsch und die Zeit dazwischen nutze ich, um mir die Simbavati Hilltop Lodge und das Machaton Private Camp in der Umgebung anzuschauen. Jedes Camp ist auf seine ganz eigene Art etwas Besonderes.

Die Hilltop Lodge liegt malerisch oberhalb des Nhlaralumi-Flusses mit einem fantastischen Blick auf die Drakensberge. Acht Luxus-Zelthäuser bieten höchsten Comfort. Ein schöner Infinity Pool lädt zur Entspannung ein.

Das Machaton Privat Camp eignet sich besonders für kleine Gruppen oder größere Familien, die viel Wert auf Privatsphäre legen. Drei Luxus-Suiten stehen inmitten der Wildnis. Sehr gut hat mir gefallen, dass es hier eine öffentliche Küche gibt und die Gäste die Möglichkeit haben, beim Zubereiten der Mahlzeiten zuzusehen und zu helfen – vielleicht lässt sich bei dieser Gelegenheit auch das ein oder andere Rezept abschauen. 

Bei diesem Ausblick kann man nur entspannen – Machaton Privat Camp

Gegessen wird gemeinsam in der offenen Boma oder im kleinen Restaurant. Darüber hinaus kann man die Mahlzeiten auch ganz privat in der eigenen Suite einzunehmen. Ein eigener Butler und eine Köchin stehen zur Verfügung.

Staatliche Camps im Kruger N.P.

Ich möchte aber auch noch gern die staatlichen Camps im Kruger National Park kennenlernen. Das Olifants Rest Camp ganz im Norden, das Satara Rest Camp so ziemlich in der Mitte des Parks und das Skukuza Rastlager im Süden werden mir die Chance dazu geben.
Ohne Ranger und Spurenleser setzen wir unsere Reise mit unserem Mietwagen fort. Ab jetzt heißt es Augen auf und „selbst ist die Frau“.

Olifants Rest Camp – Blick auf den Fluss

Das Olifants Rest Camp liegt spektakulär auf einer 100 m hohen Klippe über dem Olifants-Fluss mit Blick in eine weite Schlucht mit verschiedenen Wasserläufen. Überall sieht man die Tiere in sicherem Abstand in Flussnähe. Das Restaurant hat auch eine tolle Aussicht, und Horden von Fledermäusen fliegen uns um die Ohren. Schöner Nebeneffekt: keine Mücken!
Die meisten Urlauber verpflegen sich hier allerdings selbst. Ein sehr gut ausgestatteter Shop steht für die Gäste bereit. Überall riecht es nach Holzkohle und irgendwie fühlt man sich gleich zugehörig. Die Hütten (Foto rechts) sind recht einfach, aber es mangelt an nichts. Geschirr, Besteck – alles da. Abends sitzen wir noch lange auf der Terrasse bei Lagerfeuerromantik und einem guten Glas Rotwein und genießen den klaren Sternenhimmel und die Ruhe. Die Seele baumelt …
Am nächsten Tag geht es zeitig los. Zuerst sehen wir nur neugierige Giraffen und Herden von Impalas, die gerade in der Paarungszeit sind und ulkige Geräusche von sich geben.
Doch dann sind wir plötzlich von Elefanten umzingelt, denen wir wohl unbewusst den Weg abgeschnitten haben. Hilfeeee … was tun, ohne Ranger und Tracker? Mein Herz klopft heftig und wir versuchen die nötige Ruhe zu bewahren und vorsichtig weiterfahren … Gerade nochmal gut gegangen.

 

Den nächsten Tag verbringen wir im Satara Camp. Die Unterkunft ist bekannt für ihre Büffelherden und dementsprechend auch für Löwen, Leoparden und Geparden. Wir sehen weder Büffel noch irgendeine der genannten Katzen. Naja, ein Naturschutzgebiet ist halt kein Zoo, trotzdem schade! Nichtsdestotrotz ist unsere Pirschfahrt ein voller Erfolg. Diese wunderschöne Landschaft ist sehr abwechslungsreich: Auf Savanne folgt Graslandschaft. Und viele andere Tiere entschädigen uns für die nicht gesehenen Katzen. Am Abend sind wir froh, dass das Camp eingezäunt ist, denn Hyänen schleichen um die Absperrung herum.
Unser drittes staatliches Camp ist Skukuza. Es ist mit Abstand das größte im Park. Anfangs hat uns das etwas erschreckt, da es auch gern von großen Reisegruppen besucht wird und schon etwas unpersönlich wirkt. Es gibt einen Pool, einen sehr gut ausgestatteten Shop und ein großes Restaurant. Unser Luxury Bungalow war mit allem Nötigen eingerichtet. Ein ganz großer Vorteil ist die Lage direkt am Sabie River. Hier gibt es einen morgendlichen Bush Walk, den man auf jeden Fall mitmachen sollte.

Unser letztes Ziel im Kruger National Park ist das private Game Reserve Mala Mala. Dafür verlassen wir den öffentlichen Teil des Parks durch das Paul Kruger Gate (Foto). Die Tiere können sich innerhalb des Parks frei bewegen, aber die Touristen müssen durch einen separaten Eingang erneut in das private Gebiet fahren. Unterwegs meinen noch ein paar „Wegelagerer“, uns den Weg versperren zu müssen, also dauert es länger als geplant …

Die Affen sind los – Straßenblockade am Kruger Gate

Mala Mala gehört zu den besten Lodges der Welt. Bekannt geworden ist sie durch viele Tierfilme, die hier gedreht wurden.
Aber dazu mehr im nächsten Teil unserer gemeinsamen Reise.

Fortsetzung folgt

Ihre Silke Fischer 🙂

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