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Namibia: Ursache für Fairy Circles im Marienfluss-Tal nun eindeutig geklärt

Fairy Circles im Marienfluss-Tal

Im Marienfluss-Tal, aber auch in den südlichen Gebieten der Namib (Gebiet Wolwedans – Sossusvlei Mountain Lodge) trifft man folgendes Phänomen an: In den Grasflächen gibt es runde bis ovale, im Durchmesser 2–5 m große vegetationslose Flächen. Von einem Berg aus mit einiger Fantasie betrachtet, muten diese seltsamen Erscheinungen an, als ob Außerirdische gelandet seien oder die Erde an diesen Stellen verseucht sei. Erst 2013 konnte Professor Norbert Jürgens dem Geheimnis auf die Spur kommen. Was vermutete man nicht alles? Wolfsmilchgewächse wie Euphorbien hätten den Boden verseucht oder besondere Gaszusammensetzungen in den Böden seien die Ursache der Kreise. Die Vegetation würde demnach u.a. durch Kohlenmonoxid, Erdgas und Schwefel massiv am Wachstum gehindert.

Ursache der Fairy Circles in Namibia entdeckt:

Verursacher ist eine Termitenart, deren Verbreitungsgebiet von Äthiopien bis nach Südafrika reicht. Diese Sandtermite, Psammotermes allocerus, lebt bevorzugt in niederschlagsarmen Regionen. Sie vergräbt sich in tiefgründige Sandböden, wo Wasser sehr schnell versickert und knabbert die Wurzeln der einjährigen Gräser an, so dass diese von unten her absterben. An der Erdoberfläche bilden sich kreisförmige vegetationslose Kreise. Dadurch wird das wenige Niederschlagswasser nicht von den Gräsern verbraucht, sondern versickert und wird im Boden gespeichert. Selbst in regenarmen oder gar trockenen Jahren beträgt der Feuchtigkeitsanteil 5 % an Volumenmasse im Boden.

Die Termiten leben in einer Tiefe von bis zu acht Metern und sind nachts und frühmorgens aktiv. In den Gängen der Termiten herrscht eine Luftfeuchtigkeit von 95 %. Am Rande der Kreise sprießen die Gräser deutlich höher und dienen als Nahrungsquelle, auch wenn keine einjährigen Gräser im Kreise selbst nachwachsen.

Bild: Fairy circles in the Marienflusstal area (Namibia, 2000) | Author Stephan Getzin

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