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Willkommen bei Babylonstoren in Südafrika

So viel es in Kapstadt zu entdecken und zu erleben gibt – ein Besuch der Mother City ist auch eine gute Gelegenheit für einen Abstecher in die nahe Weinregion. Als Geheimtipp gilt hier die Farm Babylonstoren, die ich schon häufiger vermittelt, bislang aber noch nie selbst besucht hatte. Höchste Zeit für mich, diese „Bildungslücke“ zu schließen.

Babylonstoren aus der Luft

Nicht einfach nur eine Farm

Babylonstoren liegt nahe den Simonsbergen zwischen Paarl und Franschhoek, ca. 50 Fahrminuten von der Mother City entfernt.  Das Anwesen wurde 1692 von niederländischen Siedlern gegründet und zählt zu den ältesten kapholländischen Farmen. Ein wunderschöner, vielfältiger Obst- und Gemüsegarten bildet das Herzstück der Farm. Aber  auch der Weinanbau darf in dieser idyllischen Region nicht fehlen.

Auf „Site Inspection“

Um 12 Uhr treffe ich mich mit der Hotelmanagerin Rachel, die mir die verschiedenen Unterkünfte des Anwesens zeigt. Insgesamt gibt es fünf Schlafräume im exklusiven und separat gelegenen Manor House mit eigenem Garten (ideal für Familien und Freunde), neun elegante Farmhouse-Suiten, 13 moderne Garden Cottages und seit Ende 2018 sechs großzügige Fynbos Cottages, die in einem separaten Bereich der Farm, mit Blick auf die Western Cape Mountains, liegen und mit Golfcars angesteuert werden.  Für Wohlfühlatmosphäre sorgen das klassische Design und das sorgfältig ausgesuchte Interieur in hellen Farben. Das Übernachtungspaket beinhaltet ein üppiges Frühstücksbüfett, eine Farm- und Gartenführung sowie die Nutzung von Fahrrädern und Kanus. Der hauseigene Shop bietet zahlreiche Produkte aus eigenem Anbau an, u. a. Oliven(-öl), Wein, Mandeln und  Käse. Wer auch im Urlaub gern in der Küche steht, kann in einer Backstube eigenhändig Brot backen oder an Kochevents teilnehmen. Familien mit Kindern kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten, denn die Kleinen dürfen nicht nur die farmeigenen Esel und Gänse füttern, sondern auch beim morgendlichen Eiersammeln im Hühnerstall oder bei der Ernte im Garten helfen.

Lekker wyn – Afrikaans für leckerer/guter Wein

Im Anschluss freue ich mich auf eine Weinprobe. Hmmm … Das sind schon edle Tropfen. 

Weinprobe

Da ich jetzt Zeit zur freien Verfügung habe, nutze ich das schöne Wetter für eine Fahrradtour über das Farmgelände. Hier erkunde ich immer wieder neue Gärten und bin von der Vielfalt der Obst- und Gemüsepflanzungen überwältigt. Natürlich muss ich auch den Pool ausprobieren, und so tauche ich für eine Weile im temperierten Wasser unter und lasse mir die Sonne aufs Haupt scheinen.

Erkundung des Garten Eden

Am nächsten Morgen stehen zunächst eine Farm- und später eine Gartenführung auf dem Programm. Auf dem Rundgang zeigt uns ein Farmer diverse Felder und Wiesen, auf denen außerhalb der Gärten Lavendel, Feigen und Weinreben gedeihen. Da gerade April ist, präsentiert sich der südafrikanische Herbst von seiner schönsten Seite: Die Blätter der Bäume sind bunt gefärbt, und die reiche Auswahl an Gemüse- und Obstsorten –  z. B. Kürbisse, Rote Beete, Spinat und Beeren – steht in voller Pracht. Weiter geht die Tour über einen verborgenen Pfad in einen Wald hinein und entlang eines Bachs wieder heraus.  Über Stock und Stein wandern wir vorbei an Bienenstöcken und gelangen schließlich zum Gewächshaus. Auch die Farmarbeiter sind schon fleißig bei der Ernte.

Breakfast at Babylon‘s

Jetzt freue ich mich riesig auf das Frühstück, über das ich schon wahre Wunderdinge gehört habe.  Als ich das Babel Restaurant, einen ehemaligen Kuhstall,  betrete, entdecke ich gleich den bunten Büfett-Tisch, und mir wurde nicht zu viel versprochen: Auf diesem „Food Lovers Market“ stapelt sich wirklich alles, was das Herz begehrt! Seien es die Radieschen, die Rote Beete, der Kürbis, der Salat, die Kräuter oder die Eier – alles kommt frisch aus dem Garten und der Backstube bzw. aus der eigenen Käserei, Metzgerei usw. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen und aufhören soll. Das sieht alles fast zu schön aus, um es einfach zu verputzen.  Aber andererseits … bleibt mir keine Wahl. Gut gestärkt verabschiede ich mich und fahre zurück nach Kapstadt.

Reichhaltiges und frisches Frühstücksbuffet

Interview mit der Hotelmanagerin Rachel

Vivien und Rachel

Vivien: Wie lange arbeiten Sie bereits auf Babylonstoren?
Rachel: Seit über sieben Jahren bin ich nun schon hier und genieße diese wunderschöne Farm jeden Tag.
Vivien: Wo kommen Sie her und wie lang ist Ihr täglicher Arbeitsweg?
Rachel: Ich komme aus dem malerischen Paarl, das ca. 20 Minuten entfernt liegt.
Vivien: Welchen Bereich auf Babylonstoren mögen Sie am meisten?
Rachel: Definitiv den traumhaften Garten! Ich liebe es, die Wege entlangzugehen und den Pflanzen beim Wachsen zuzuschauen.
Vivien: Welches ist Ihre liebste Jahreszeit?
Rachel: Der Frühling, denn dies ist die Zeit, in der alles zu blühen beginnt.
Vivien: Gibt es einen besonderen Wein, den Sie empfehlen können?
Rachel: Ja, den Sprankel-Wein: ein alter Chardonnay mit einer frischen Apfelnote und einem sanften Brioche-Geschmack.

© Text: Vivien Peiffer (Reiseberaterin Iwanowski’s Reisen)
© Fotos: Vivien Peiffer und Babylonstoren

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