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Von Südafrika nach Mosambik – Teil 3

Auf nach Mosambik …

Ankunft in Vilanculos

Vom Flughafen Nelspruit (Kruger Mpumalanga) geht’s in knapp einer Stunde nach Vilanculos in Mosambik. Die Einreise funktioniert superschnell und ganz problemlos; wir haben uns das Visum schon vorher bei der Botschaft in Berlin per Einschreiben besorgt – das kann ich jedem nur empfehlen. Jetzt haben wir das Glück, dass wir nach der Passkontrolle direkt zur Gepäckausgabe spazieren können.

Ausblick von der Zimmerterrasse

Die nächsten zwei Tage verbringen wir im Bahia Mar Boutique Hotel. Es liegt wunderschön hoch oben auf einer Klippe in dem kleinen Ort Vilankulo mit einem zauberhaften Blick auf den Strand und den Indischen Ozean.
Die modern eingerichteten Zimmer sind aus massivem Stein gebaut, mit viel Glas und einer sehr großen Terrasse. Hier kann man es aushalten …

Wie eine private große Badewanne – der Hotelpool

Da wir nur zwei Nächte gebucht haben, wollen wir noch ein bisschen mehr sehen von dem Ort, dem Strand, dem Wasser und was hier sonst noch so los ist. Wir steigen viele Stufen hinunter zum fast menschenleeren Strand. Gerade ist Ebbe, und die bunten Fischerboote liegen etwas verlassen auf den Sandbänken. Alle sechs Stunden wechseln sich die Gezeiten ab und man kann nicht im Meer schwimmen. Deshalb befinden sich wohl die meisten Gäste am Pool oder machen, so wie wir, einen Strandspaziergang. Wir schauen uns noch die Vilanculos Beach Lodge an. Ebenfalls direkt am Strand gelegen, verteilen sich ihre sehr geschmackvoll eingerichteten Zimmer auf wunderschöne, kleine Häuschen. Außerdem gibt es einen Infinity Pool, einen tollen Garten und eine schöne Beachbar.
Eine schicke Promenade mit stylishen Restaurants und Bars sucht man hier vergebens. Kleine Strandbuden laden zum Chillen ein und wir nehmen die Einladung gerne an. Im Ortskern gibt es einen „market municipal“ mit Obst- und Gemüseständen, Fleisch und Fisch. Kleine Geschäfte für den täglichen Bedarf säumen den Straßenrand. Die Menschen sind freundlich und begutachten uns neugierig: Wir scheinen hier die einzigen Touristen zu sein. Die Landessprache hier ist zwar Portugiesisch, aber man kommt mit Englisch ganz gut durch.

Nach diesem kurzen Aufenthalt in Vilanculos wartet ein ganz besonderes Abenteuer auf uns. Wir fliegen mit dem Helikopter auf die vorgelagerte Insel Benguerra Island.
Allein der Flug ist unbeschreiblich, der Ausblick atemberaubend … Doch nach (leider) nur 12 Minuten setzen wir schon zum Landeanflug an.

andBeyond Benguerra Island

Ich fühle mich wie der Prinz von Zamunda. Es ist kaum zu glauben, ein Empfangskomitee begrüßt uns mit Musik und Gesang. Ab jetzt ist es wie im Paradies.
Alles, einfach alles ist perfekt im andBeyond Benguerra Island! Unser wunderschöner Bungalow liegt direkt am Strand, einen eigenen Pool haben wir auch noch. Absolute Privatsphäre ist hier genauso selbstverständlich wie erstklassiger Service. Diese private Anlage zählt insgesamt nur 12 Bungalows und ist für maximal 31 Gäste ausgerichtet. Ein riesiger Familien-Bungalow ist auch vorhanden.
Sergio stellt sich uns vor und teilt uns mit, dass er die nächsten Tage unser persönlicher Ansprechpartner sein wird. 

Unser Mittagessen, gegrillte Meeresfrüchte mit köstlichen Beilagen, wird uns auf unserem Pooldeck serviert. Alternativ könnte man noch im Restaurant in der Main Area oder am Strand vor seinem Bungalow essen. Alle Getränke und Speisen sind im Preis enthalten. Sergio strahlt so eine Ruhe und Zufriedenheit aus, dass wir schon nach 30 Minuten tiefenentspannt sind. Wie ein guter Geist ist er nie sichtbar, aber immer da, wenn er gebraucht wird.

Fahrt in den Sonnenuntergang

Am Nachmittag werden wir vor unserem Bungalow von zwei einheimischen Fischern zum Sundowner abgeholt. Die Hälfte der Bevölkerung auf der Insel lebt vom Tourismus, die andere Hälfte vom Fischfang. Die frischen Fische werden wiederum von den beiden Hotelanlagen auf der Insel gekauft, sodass ein Kreislauf entsteht und überall ein extrem gutes Verhältnis zwischen der Hotelleitung, den Touristen und der Inselbevölkerung spürbar ist. Unsere beiden Kapitäne sind ganz entzückend.
Bei einem atemberaubenden Sonnenuntergang genießen wir die besondere Stimmung und unseren Sundowner. Wir werden wieder zurück an Land gebracht und an der Strandbar vor dem Hotel abgesetzt. Ein Absacker geht noch und wir lassen uns von der unglaublichen Ruhe und der entspannten Atmosphäre gern anstecken. Heute Abend entscheiden wir uns, am Strand zu essen.

Ausflug mit dem Katamaran

Am nächsten Tag steht ein Tagesauflug mit dem Katamaran auf dem Plan. Wieder sind wir ganz allein und haben wahnsinnig viel Platz. Beim Schnorcheln in dem glasklaren Wasser mit unserem Guide entdecken wir Schildkröten, kleine Riffhaie, Schwertfische, Blaue Marlins und jede Menge riesige bunte Fische. Das Wasser ist wunderbar warm und das Schnorchelrevier eines der allerbesten, die ich je gesehen habe.

Wir merken gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, denn es gibt überall etwas Neues zu entdecken. Warum nur habe ich meine Unterwasserkamera nicht mitgenommen!? Nach dem Schnorcheln fahren wir weiter. An Bord mangelt es natürlich an nichts. Gekühlte Getränke, Kekse, Nüsse – alles ist da. Wir steuern auf eine menschenleere Landzunge zu und trauen unseren Augen kaum: Hier erwartet uns ein Mitarbeiter vom Hotel und hat uns einen eigenen Mittagstisch aufgebaut. Ich glaube, ich träume … Auch an das Nickerchen nach dem Essen wurde gedacht.

Strandspaziergang XXL

Wir fühlen uns wie Adam und Eva im Garten Eden. Außer uns ist hier keine Menschenseele. Auch unser Katamaran hat sich in Luft aufgelöst. Das Mittagessen ist köstlich, der Fisch natürlich frisch aus dem Meer. Ich mache eine kleine Wanderung über das Island.
Irgendwann holt uns unser Katamaran wieder ab. Mit strahlenden Augen und vollen Mägen geht es weiter. Was wir jetzt zu Gesicht bekommen, habe ich vorher auch noch nie gesehen: Dugongs.

Zutraulicher Besuch aus dem Meer

Diese Seekühe werden bis zu 3,5 m groß und können zwischen 300 und 500 kg wiegen. Das Wasser ist so unglaublich klar, dass wir die Tiere eine ganze Weile beobachten können. Ein Exemplar scheint gar keine Angst zu haben und bleibt lange bei uns am Boot. Alle paar Minuten taucht es gemächlich zum Luftholen auf und verwindet dann wieder unter der Wasseroberfläche. Ein wirklich beeindruckendes Highlight zu Schluss.

Entschleunigung an der Strandbar

Leider müssen wir am nächsten Tag schon wieder abreisen – zwei Nächte sind für das Paradies definitiv zu kurz. Hier kann man locker eine Woche und länger bleiben. Diese Insel entschleunigt total.

Info: Es gibt so viele Aktivitäten, die bereits im Reisepreis enthalten sind, zum Beispiel Sea Kayaking, einen Dorfbesuch, Inselexkursionen, Fahrten mit einer traditionellen Dhow, Catamaran Cruises, Reiten und Schnorcheln … Ein Tiefwasserkanal macht Schnorcheln hier immer möglich, unabhängig von den Gezeiten. Tauchen kann man hier natürlich auch sehr gut, Kurse werden gegen Gebühr angeboten.

Am Abreisetag unternehme ich noch einen geführten Ausritt über die Insel und schaue mir das kleine Dorf an. Ich sehe, wie die Kinder zur Schule gehen und die Fischer ihre Netze auswerfen, bunte Wäsche, die im Wind flattert, und Frauen, die Wasserkübel auf dem Kopf balancieren. Alle sind wahnsinnig freundlich und winken mir zu.
Danke, andBeyond – danke, Benguerra Island – das war ein einmalig wunderbarer Aufenthalt.
Kurze Zeit später sitzen wir schon wieder im Heli und fliegen zurück zum Flughafen Vilankulo.

Info: Übrigens kommt man nur mit dem Helikopter auf die Insel, da die Überfahrt mit dem Boot sehr stark von den Gezeiten abhängt. Auf der Insel kann zwar immer gebadet werden, da man Ebbe und Flut hier nicht so stark spürt. Um aber einen reibungslosen Ablauf für die Gäste zu garantieren, ist der Helikoptertransfer obligatorisch. Ab drei Nächten ist der Transfer bereits im Preis enthalten.

Weiter geht’s gen Süden

Drei Nächte bleiben uns noch in Mosambik. Wir fliegen in ca. 30 Minuten von Vilankulo weiter Richtung Süden nach Inhambane; nach einer weiteren halben Stunde kommen wir in der luxuriösen Öko-Lodge Sava Dunes zwischen Barra und Tofo an.
Die Landschaft ist noch einmal komplett anders als in Vilanculos oder auf Benguerra Island. Die ausschließlich solarbetriebene Lodge liegt inmitten goldener Sanddünen und bietet einen weiten Blick auf den Strand und das Meer.

Stairway to Heaven

Was für eine Aussicht, was für eine Geräuschkulisse! Ebbe und Flut gibt es hier zwar auch, aber es nicht so stark wie in Vilanculos. So ist eigentlich immer Wasser da, mal weiter vorne, mal weiter hinten. Eine völlig wilde und raue Küste, wenige geteerte Straßen, umso mehr Sandpisten, die unerfahrenen Allradfahrern einiges abverlangen. Der Tourismus ist hier zum Glück noch sehr bescheiden ausgeprägt. Man kann die Unverfälschtheit noch genießen. Unter Bodyboardern und Wellenreitern gilt dieser Strand allerdings als eines der besten Reviere der Welt und ist in der Szene bereits entsprechend bekannt. In dem 5,5 km entfernten Tofo gibt es unzählige Tauch- und Surfschulen. Die Umgebung ist berühmt für ihre Ocean-Safaris: Mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit kann man hier Walhaie und in der Saison auch Buckelwale sehen, Delfine und riesige Mantas sind quasi auch immer dabei.
Unsere Lodge ist ein Juwel. Die junge Samantha aus England betreibt die Öko-Lodge Sava Dunes mit ihrem Ehemann Keenan, natürlich mit hohem ökologischem Anspruch. Manchmal ist auch kein Strom da. Aber kein Problem, warum nicht einfach mal etwas Digital Detox …

Etwas ganz Besonderes ist das Essen. Keenan ist Koch und hat sich hier mit viel Kreativität und in Zusammenarbeit mit den einheimischen Küchenprofis wirklich einen Extra-Stern verdient. Am ersten Tag wurden wir gefragt, ob wir zum Abendessen etwas Vegetarisches, Fleisch oder Crayfish essen möchten. Wir haben uns für den Crayfish entschieden. Kurze Zeit später sprangen zwei Mitarbeiter aus der Küche ins Meer und kamen nach einiger Zeit mit unserer Bestellung wieder heraus. Da nenne ich Service, frischer geht es definitiv nicht!
In der Lodge wohnt man wirklich in „the middle of nowhere“ und ich habe noch nie in meinem ganzen Leben so viele Sterne und Sternschnuppen gesehen wie hier.
Die 5,5 km nach Tofo sind wir jeden Tag am Strand entlang hin- und zurückgelaufen. Zu keinem Zeitpunkt haben wir uns unwohl oder unsicher gefühlt. Die Menschen sind unglaublich freundlich, aber auch sehr zurückhaltend, beinahe schüchtern. Sie tragen fröhlich bunte Kleidung und strahlen diese Fröhlichkeit auch aus. Der Strand ist fast immer menschenleer und unendlich lang.

In Tofo ist man schon etwas mehr auf Touristen vorbereitet. Hier gibt es die besagte „Taucher- und Surfer-Szene“, einige kleine Holzbuden, die Obst und Gemüse, Getränke und Souvenirs verkaufen, aber auch schon ein paar nette kleine Restaurants.

Mein Traum ist es jetzt noch, einen Walhai zu sehen. Wir buchen eine Ocean Safari. Leider ist das Meer an diesem Tag so stürmisch und aufgewühlt, dass wir beim Schnorcheln nichts erkennen können.
Schade! Traurig bin ich aber trotzdem nicht, denn jetzt habe ich erst recht einen Grund wiederzukommen.

Habe ich Sie neugierig gemacht? Sehr gerne berate ich Sie zu den Zielen meiner Reise nach Südafrika und Mosambik.

Ihre Silke Fischer 🙂

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