Kommentare 0

Südafrika: Richtiges Verhalten bei der Tierbeobachtung im Kruger Nationalpark

Im gut besuchten Kruger Nationalpark in Südafrika kommt es leider immer wieder zu Unfällen zwischen Touristen und Wildtieren.

Auch der Südafrika-Blog „Südafrika – Land der Kontraste“ berichtet über häufige Zwischenfälle, die in dem Ausruf eines Rangers gipfeln: „Ihr seid hier nicht im gottverdammten Zoo!“

Ratschläge für das richtige Verhalten im Kruger Nationalpark:

  • Das Aussteigen aus dem Auto außerhalb der eingezäunten Camps ist verboten, da es zu gefährlich ist. Die Tiere decken sich oft farblich mit der Landschaft.
  • Die meisten Straßen sind in sehr gutem Zustand und sogar asphaltiert, was manchen Besucher zum schnellen Fahren verleitet (die Geschwindigkeitsbegrenzung beträgt 50 km/h!).
  • Bei ca. 20 km/h haben Sie die Chance, die Landschaft voll zu erfassen, um Tiere zu sichten. Ein langsames Ausrollen des Wagens – ggf. Motor abstellen – ermöglicht ungestörtes Beobachten.
  • Allerdings ist es ratsam, bei Elefanten den Motor laufen zu lassen, um bei Gefahr schnell starten zu können. Gereizte Elefanten nehmen es auch mit einem Auto auf!
  • Während der heißen Tageszeit suchen auch die Tiere Schatten und halten sich oft unter Bäumen und Büschen auf. Diese Zeit eignet sich nur schlecht für Pirschfahrten.
  • Viele Dämme, Flüsse und Wasserlöcher sind ausgeschildert. Tiere trifft man hier insbesondere morgens, aber auch spätnachmittags, wenn sie zum Trinken kommen.
  • Kreisende Geier, ebenso umherschleichende Schakale, weisen auf gerissenes Wild hin. Vielleicht sind Löwen oder andere Raubtiere in der Nähe.
  • Hören Sie genau auf Geräusche, und unterhalten Sie sich nur leise im Wagen – manche Tiere haben ein erstaunliches Gehör und zeigen sich erst gar nicht.
  • Schauen Sie auch manchmal auf die Bäume und Sträucher: Über 500 Vogelarten leben im Nationalpark!
  • Die Fotografen sollten ihre Kamera immer schussbereit halten. Empfehlenswert sind ein sehr guter Zoom und ein Fernglas.
  • Bei analogen Fotoapparaten ist ein Teleobjektiv unentbehrlich. Pirschfahrten sind nur zwischen Sonnenaufgang und -untergang gestattet.
  • Die Zeiten ändern sich deshalb ständig. Beachten Sie bitte die Schließzeiten der Camps und Gates. Wenn Sie nicht rechtzeitig den Park verlassen haben bzw. zurück in Ihrem Camp sind, müssen Sie mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.
  • Das Kruger Park-Gebiet gilt als Malaria-gefährdet, beachten Sie die Gesundheitsempfehlungen.
  • Das Füttern und Stören der Tiere ist strengstens verboten.

© Michael Iwanowski, Reisehandbuch Südafrika

Schreiben Sie eine Antwort


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.