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Unterwegs im Wildtier-Paradies (Teil 2)

Nach zwei erlebnisreichen Tagen flogen wir mit dem Helikopter in unser nächstes Camp:

Linyanti Expeditions Camp – Bushfeeling at its best

Das Linyanti Expeditions ist ein intimes Expeditionscamp in einem privaten Konzessionsgebiet, das an den Chobe-Nationalpark grenzt und ideal für Safaribesucher, die eine authentische afrikanische Erfahrung suchen.

Fließendes Wasser und elektrisches Licht sucht man vergebens, dafür wird man in jedem Zelt mit einer „Stargazing Suite“ belohnt, Schlafen unter freiem Himmel nur von einer leichten Gazewand vom Afrikanischen Busch entfernt. Man liegt unter einem atemberaubenden Sternenhimmel, hört Löwen brüllen und Nilpferde grunzen, Elefanten streifen durchs Camp und eine kühle Brise streift durch den Raum. Was für ein Erlebnis! Wir haben nicht viel geschlafen in den beiden Nächten, zu aufregend sind all die Geräusche und zu atemberaubend der Himmel.

Übernachten unter Sternenhimmel

Zu jeder Tages- und Nachtzeit kann man eine Bucketshower bestellen, die gut temperiert und umgehend geliefert wird und man wird sich schlagartig bewusst, wie wertvoll die Ressource Wasser ist.

Im Haupthaus wird sehr leckeres Essen serviert, Getränke befinden sich immer in einer Kühlbox und es gibt eine kleine Ladestation für Handys und Kameras, denn in den Zelten sucht man Strom vergebens.

Im Hauptbereich werden die Mahlzeiten serviert

Und natürlich haben wir auf unseren diversen Pirschfahrten, Wanderungen und Mokorotouren unendlich viele Tiere gesehen. Die Guides sind unglaublich gut ausgebildet und man merkt ihnen die Liebe zu Ihrer Arbeit, zu Flora und Fauna an. Und sie sind begnadete Autofahrer: Tiefsand, steile Hänge, Flussdurchquerungen mit dem Safariauto – für uns aufregend, für sie Routine. Sie lesen die Tiere während wir mit Kameras und Handys versuchen, jeden magischen Moment festzuhalten.


Mit dem Tag, als wir das Camp verließen, wurde es auch abgebaut und zieht nun in die Makgadikgadi-Salzpfannen, den Herden der Zebras hinterher. Was für ein Aufwand und das nur, um uns Reisenden in den entlegensten Gegenden den Afrikanischen Busch nahe zu bringen.

Leider verging auch hier die Zeit schneller als sonst und pirschfahrend erreichten wir den Airstrip, wo unser Charterflugzeug uns nach Kasane bringen sollte.

Im Kleinflugzeug nach Kasane und weiter über die Grenze nach Livingstone in Sambia

In Kasane wurden wir von einem Guide empfangen, der uns über die Grenze nach Sambia brachte, wo die Einreise erstaunlich schnell und einfach vonstatten ging. An der einen Stelle kurz den Impfnachweis oder das PCR-Testergebnis gezeigt und bei der nächsten Stelle die Einreiseformalitäten vollzogen.

Vor unserer Abreise hieß es immer mal wieder, Sambia hätte die Visagebühren in Höhe von USD 50,00 mit dem 01.11.22 ausgesetzt, dann wurde das allerdings von keiner Seite so richtig bestätigt und siehe da, pünktlich am 01.11.22 mussten wir die Visagebühren nicht mehr bezahlen. Es ist aber tatsächlich wichtig zu klären, wer von der Gebühr befreit ist, da das tatsächlich nicht für alle Länder gilt und sich auch immer wieder ändern kann.

Thorntree River Lodge – stilvoller Luxus erwartet uns

Nachdem wir auch den sambischen Stempel im Pass hatten ging es weiter nach Livingstone. Die Thorntree River Lodge direkt am Sambesi wartete auf uns. Im Mosi-Oa-Tunya Nationalpark gelegen bietet die Lodge absolut stilvollen Luxus. Geräumige Zimmer mit eigenem Swimmingpool mit Blick auf den Sambesi lassen keine Wünsche offen.

Holzterrasse mit Feuerstelle im Sambesi-Fluss

Die Lodge ist ein toller Abschluss nach einer erlebnisreichen Safari in Botswana. Neben romantischen Sundowner-Fahrten auf dem Sambesi kann man die weltberühmten Victorafälle besuchen (allerdings nur von der sambischen Seite, es sei denn man hat auch ein Visum für Simbabwe!). Abenteuerlustige Reisende versuchen sich im Kajaking, Wildwasser-Rafting, Ziplinig oder Bungee-Jumping.


Ein absolutes Highlight ist eine Fußpirsch zu den wieder eingewilderten Nashörnern. 4 prachtvolle Exemplare, die 24/7 bewacht werden, um sie vor Wilderern zu schützen, sind zu sehen. Die Tiere sind durch die tägliche Anwesenheit der Wildhüter an Menschen gewöhnt, dennoch sind es wilde Tiere. Den relativ neu hinzugekommenen Nashorn-Nachwuchs haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen. Nach atemberaubenden 30 Minuten in unmittelbarer Nähe dieser vom Aussterben bedrohten Tiere mussten wir leider schon wieder los Richtung Flughafen zu unserer letzten Station, dem Lower Zambezi Nationalpark.

Fortsetzung folgt… freuen Sie sich auf den letzten Teil!

© Text: Birgit Engfer
© Fotos: African Bush Camps

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