{"id":9694,"date":"2013-02-12T15:36:25","date_gmt":"2013-02-12T13:36:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/?p=9694"},"modified":"2026-05-13T15:28:25","modified_gmt":"2026-05-13T13:28:25","slug":"namibia-riesiger-grundwasserfund-im-norden-namibias","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/namibia-riesiger-grundwasserfund-im-norden-namibias\/","title":{"rendered":"Namibia: Riesiger Grundwasserfund im Norden Namibias"},"content":{"rendered":"<p>Namibia ist ein extrem trockenes Land zwischen den W\u00fcsten der Namib und Kalahari. Der Niederschlag nimmt zwar von S\u00fcden (50 mm) nach Norden (600 mm) zu, aber wegen der hohen Temperaturen ist die Verdunstungsmenge wesentlich h\u00f6her als der m\u00f6gliche Niederschlag. <strong>Wasserknappheit ist an der Tagesordnung<\/strong>, und das hemmt im starken Ma\u00dfe eine landwirtschaftliche Entwicklung.<\/p>\n<h2>Wasser f\u00fcr die n\u00e4chsten 400 Jahre<\/h2>\n<p>Nun hat man im sogenannten Cuvelai-Etosha-Becken gro\u00dfe Grundwasserreservoirs gefunden, und zwar in unvorstellbaren Mengen: In einer Tiefe von 200 m lagern sechs Milliarden Kubikmeter, genug, um f\u00fcr ann\u00e4hernd\u00a0 400 Jahre die Wasserversorgung sicherzustellen. <strong>Das Wasser stammt aus dem n\u00f6rdlichen <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/angola\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-wpel-link=\"exclude\">Angola<\/a> und ist etwa 10.000 Jahre alt<\/strong>, von bester Qualit\u00e4t und nur 200 m tief lagernd unter einer 100 m dicken Gesteinssperrschicht. Bohrt man diese an, dann steigt es aufgrund artesischen Druckes bis etwa 20 m an die Erdoberfl\u00e4che. Damit w\u00e4re technisch und \u00f6konomisch eine gute L\u00f6sung m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Hier im Norden Namibias lebt der gr\u00f6\u00dfte Bev\u00f6lkerungsanteil (60 %) Namibias, mit einer hohen Geburtenrate. Die <strong>Wasserversorgung sichert der Fluss Kunene<\/strong>, doch lange nicht alle Wasserleistungen und Wasserkan\u00e4le erreichen die Siedlungen. Das Grundwasser weist hier einen hohen Salzgehalt auf.<br \/>\nW\u00fcrde man nun diese fossilen Vorr\u00e4te anzapfen, dann w\u00e4ren viele Probleme gel\u00f6st: Namibias Norden k\u00f6nnte Felder besser bew\u00e4ssern, Trinkwasser w\u00e4re gesichert und unabh\u00e4ngig von politischen Ereignissen in Angola. Weiter im Westen lebt das nomadisierende Volk der Himbas. Auch sie h\u00e4tten dann gen\u00fcgend Wasser f\u00fcr die Rinderherden. Seit Jahrzehnten ist ein Staudamm-Bau am Kunene bei Epupa Falls angedacht, der gro\u00dfe Gebiete der Himba \u00fcberfluten w\u00fcrde. Und kulturell bedeutende Ahnengr\u00e4ber w\u00fcrden zu Opfer fallen, was f\u00fcr die Himba nicht hinnehmbar w\u00e4re.<\/p>\n<p>Kurzum: <strong>Die Wasserfunde w\u00fcrden bei F\u00f6rderung f\u00fcr eine gro\u00dfe Region Namibias ein Segen sein und wirtschaftlicher Fortschritt w\u00e4re gesichert.<\/strong> Ein Nebeneffekt w\u00e4re: Die Zuwanderung von jungen Namibiern in den S\u00fcden mit seinen St\u00e4dten w\u00e4re nicht mehr so stark, die Arbeitslosigkeit dort w\u00fcrde dadurch abgefedert.<\/p>\n<p>\u00a9 Michael Iwanowski, Verleger und Autor im <a href=\"http:\/\/www.iwanowski.de\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" class=\"ext-link\">Iwanowski\u2019s Reisebuchverlag<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Namibia ist ein extrem trockenes Land zwischen den W\u00fcsten der Namib und Kalahari. 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