{"id":352,"date":"2003-08-01T08:39:00","date_gmt":"2003-08-01T06:39:00","guid":{"rendered":""},"modified":"2018-02-23T15:54:38","modified_gmt":"2018-02-23T13:54:38","slug":"fish_river_canyon_wanderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/fish_river_canyon_wanderungen\/","title":{"rendered":"Namibia: Wanderungen im Fish River Canyon"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe den Canyon schon mehrfach durchwandert und es ist immer wieder sch\u00f6n.<br \/>\nAuf jeden Fall kann ich den Hike empfehlen, wenngleich er f\u00fcr unge\u00fcbte ziemlich anstrengend sein kann.<br \/>\nSeit 1989 haben sich die Zugangsbedingungen kaum ge\u00e4ndert. Die Wanderung ist bei Namibia Wildlife Resorts zu buchen. <i>Mehr als 40 Personen pro Tag werden nicht zugelassen<\/i>. Bei der Buchung erh\u00e4lt man eine <b>Tauglichkeitsbescheinigung<\/b>, die von einem in Namibia zugelassenen Arzt vor der Abreise zum Fish River auszuf\u00fcllen ist. <span style=\"color: #ff0000;\">Ateste von deutschen \u00c4rzten werden nicht anerkannt<\/span>, weil fr\u00fcher bereits des \u00f6fteren untaugliche Leute mit solchen ausl\u00e4ndischen Bescheinigungen im Canyon kollabiert sind. Mir selbst kamen im August 1989 drei Schweizer UNTAG-Polizisten entgegen, die kurz vor dem Zusammenbruch an der Schwefelquelle ausgestiegen sind und all ihr Gep\u00e4ck im Canyon verlassen haben.<br \/>\nDas Risiko ist durchaus nicht zu untersch\u00e4tzen. Die Untersuchung bei einem namibischen Arzt dauert in der Regel ca. 30 Min. pro Person. Sie ist unumg\u00e4nglich. Die Bescheinigung &#8211; und zwar eben genau dieses Formular &#8211; m\u00fcssen alle Hiker heute bereits beim Eingang in Hobas vorlegen, fr\u00fcher konnte man einsteigen und bis Ai-Ais laufen. Erst dort wurde der Nachweis dann verlangt. Es ist 40 Tage g\u00fcltig, danach braucht man ein neues.<br \/>\nDie minimale Anzahl betr\u00e4gt 3 Personen pro Gruppe. Ein Einstieg zu zweit ist nicht erlaubt und auch nicht ratsam. Das hat folgenden Grund: im Falle einer Verletzung, eines Schlangenbisses oder Hitzschlags MUSS eine Person unbedingt beim Verletzten bleiben. Und eine Person muss eben Hilfe holen k\u00f6nnen, was durchaus einen Tag in Anspruch nehmen kann, wenn man Pech hat. Im Canyon ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass man jemandem zuf\u00e4llig begegnet. Bei unserer letzten 3-Tages-Tour ist direkt vor uns eine 20-k\u00f6pfige Gruppe eingestiegen, von der wir niemanden jemals wieder getroffen haben. <i>Wenn man allein oder zu zweit ist, dann ist es sinnvoll, sich einer anderen Gruppe anzuschlie\u00dfen<\/i>. Wir haben einmal unseren 3. Mann am Schwarzen Brett der Tourist Information in Windhoek gefunden. Man k\u00f6nnte auch in oder vor Hobas warten, bis eine Wandergruppe zusammenkommt. Wie schnell man sp\u00e4ter l\u00e4uft, ist nicht vorgeschrieben. Trotzdem ist es aus den genannten Gr\u00fcnden nicht unbedingt ratsam, sich von der Gruppe vollkommen zu entfernen.<br \/>\nMeines Wissens nach ist der Einstieg in den Canyon vom View Point bei Hobas aus derzeit v\u00f6llig gesperrt, sprich verboten. Von Ai-Ais aus kann man eine Tageswanderung machen, selbst alleine. Leider kommt man dann aber eben nicht in den sch\u00f6nsten Teil des Canyons. Ich w\u00fcrde aber davon abraten, auf eigene Faust den Canyon von S\u00fcden zu durchwandern.<\/p>\n<p>Zum ersten und wichtigsten Punkt: In der Tat ist der Canyon seit einiger Zeit wegen gravierendem Wassermangel gesperrt. Es befindet sich offensichtlich kein trinkbares Wasser im Flussbett. Fragt sich nat\u00fcrlich der ge\u00fcbte Tropen-Trekker, ob es das \u00fcberhaupt gibt. Mit einem Katadyn-Filter geht schlie\u00dflich alles. Aber den will man ja vermutlich genauso wenig mitschleppen, wie das Wasser f\u00fcr 3-5 Tage &#8211; und davon braucht man wirklich viel. Egal! Gesperrt ist gestperrt. Es ist nicht zu erwarten, dass die Sperre w\u00e4hrend dieser Trockenzeit aufgehoben wird, weil sich die Wassersituantion nur dann verbessern kann, wenn Naute die Schleusen \u00f6ffnet. Das ist aber nicht gerade wahrscheinlich, zumal der Damm weit von seiner Kapazit\u00e4t entfernt ist. Ab 15. Sept. ist der Canyon ohnehin geschlossen, weil die Temperaturen dann so langsam unertr\u00e4glich werden. In einigen Jahren konnten wir selbst im Winter nur von Sonnenaufgang bis 11.00 Uhr und dann wieder ab 16.30 Uhr bis Sonnenuntergang laufen. 40\u00b0C ohne Schatten zwischen hitzewabernden Felsw\u00e4nden sind nicht zu untersch\u00e4tzen. Es ist also nicht gerade unwahrscheinlich, dass die n\u00e4chste Canyon-Tour fr\u00fchestens Mitte\/Ende April 2004 stattfinden kann.<\/p>\n<p><i><b>Beitrag von J\u00fcrgen Kemp<\/b><\/i><\/p>\n<p>Weitere <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/namibia\/reiseberichte-namibia\/\" data-wpel-link=\"exclude\">Reiseberichte aus Namibia<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe den Canyon schon mehrfach durchwandert und es ist immer wieder sch\u00f6n. Auf jeden Fall kann ich den Hike empfehlen, wenngleich er f\u00fcr unge\u00fcbte ziemlich anstrengend sein kann. Seit 1989 haben sich die Zugangsbedingungen kaum ge\u00e4ndert. 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