{"id":23874,"date":"2017-07-28T12:44:42","date_gmt":"2017-07-28T10:44:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/?p=23874"},"modified":"2019-04-18T12:10:52","modified_gmt":"2019-04-18T10:10:52","slug":"la-reunion-auf-unbekannten-wegen-von-der-sud-sauvage-auf-die-vulkanebene-mit-unserer-autorin-rike-stotten-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/la-reunion-auf-unbekannten-wegen-von-der-sud-sauvage-auf-die-vulkanebene-mit-unserer-autorin-rike-stotten-teil-3\/","title":{"rendered":"La R\u00e9union auf unbekannten Wegen \u2013 von der Sud Sauvage auf die Vulkanebene mit unserer Autorin Rike Stotten (Teil 3)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Le Grand Pays:<\/strong> Einige Minuten sp\u00e4ter gibt der Weg zum ersten Mal den Ausblick auf die Landschaft frei. Ich habe den Eindruck in einer gr\u00fcnen W\u00fcste zu sein; egal in welche Richtung ich schaue; alle Felsw\u00e4nde sind \u00fcberwuchert von Pflanzen und B\u00e4umen in verschiedenen Nuancen von Gr\u00fcn. <strong>Nun geht es schlagartig in steilen zickzack Kehren auf einem kleinen Weg von Lavagestein bergauf<\/strong>; die Vegetation wird karger und gibt immer weniger Schut<a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-zur\u00fcck-in-die-Gr\u00fcne-W\u00fcste.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-23877\" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-zur\u00fcck-in-die-Gr\u00fcne-W\u00fcste-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-zur\u00fcck-in-die-Gr\u00fcne-W\u00fcste-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-zur\u00fcck-in-die-Gr\u00fcne-W\u00fcste-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-zur\u00fcck-in-die-Gr\u00fcne-W\u00fcste-360x480.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>z vor der Sonne\u2013 auf 1760 m geht der kleine Weg oberhalb eines Abhangs auf einem breiten Lavastrom \u00fcber. Schweren Atems komme ich oben an und lege eine kurze Rast ein; der Blick zur\u00fcck ist \u00fcberw\u00e4ltigend. <strong>Vor mir breitet sich die gr\u00fcne W\u00fcste aus, die ich durchquert habe. Weit entfernt erkenne ich mikroskopisch klein die letzten H\u00e4user von Grand Galet.<\/strong> Hinter den Wolkenstreifen, der die K\u00fcste verdeckt, erahne ich den gro\u00dfen Ozean in seinem leuchtendem Blau. Rechts von mir thront majest\u00e4tisch die \u201aMorne de Langevin\u2018; aus dem kreolischen \u00fcbersetzt hei\u00dft das so viel wie \u201ader H\u00fcgel von Langevin\u2018; wobei ich die Bezeichnung H\u00fcgel f\u00fcr eine Anh\u00f6he von 2.380 Metern durchaus untertrieben finde. Hier liegen die Quellen des Flusses Rivi\u00e8re de Langevin, an dem entlang ich am Morgen mit dem Bus gefahren bin.<\/p>\n<h2>3. Etappe: Von Le Grand Pays nach&nbsp;Plaine des Sables<\/h2>\n<p>Hinter mir liegt die gr\u00fcne W\u00fcste; vor mir liegt die zu durchquerende W\u00fcste der rot-braunen Schlacke der Plaine des Sables. Diese kahle und karge Landschaft ist vor \u00fcber 1000 Jahren bei einem Ausbruch des naheliegenden, heute erloschenen Nebenkrater Piton Chisny des Vulkans Piton de la Fournaise entstanden. Der Weg auf die Anh\u00f6he der Ebene Plaine des Sables ist nun am fr\u00fchen Nachmittag g\u00e4nzlich der Sonne ausgesetzt. <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/bergang-zum-Lavagestein.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-23878\" src=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/\u00dcbergang-zum-Lavagestein-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"333\"\/><\/a>Ich schwitze und teile mir die letzten Wasserreserven ein; leider erwartet mich an Ende meiner Wanderung keine frische Apfelschorle, sondern nur die Stra\u00dfe zum Vulkan, an der mich hoffentlich per Anhalter jemand wieder mit zur K\u00fcste zur\u00fccknimmt.<br \/>\n<strong>Auf der Anh\u00f6he von etwa 2.250 m angekommen, nun \u00fcber den Wolken, sind es nun noch qu\u00e4lende zweieinhalb Kilometer bis zur Vulkanstra\u00dfe; schnurstracks geradeaus geht es durch die bizarre Mondlandschaft;<\/strong> das Ziel nicht n\u00e4herkommen-wollend. Ich f\u00fchle mich winzig, wie ich auf dieser gro\u00dfen, weiten Ebene laufe, weit und breit kein Mensch in Sicht; von den Autos sehe ich nur den Staub den sie auf der Plaine des Sables aufwirbeln \u2013 so macht der Name auch Sinn.<\/p>\n<h2>Von Plaine des Sables zur\u00fcck zur K\u00fcste<\/h2>\n<p>Endlich angekommen an der Stra\u00dfe trinke ich die letzten Schlucke meines hei\u00dfen Wassers \u2013 erfrischend ist anders.<strong> Vom Vulkan Piton de la Fournaise kommen nur noch wenige Autos von ihrem Ausflug zur\u00fcck; er ist meistens um diese Zeit schon wolkenverhangen.<\/strong> Die letzte Aktivit\u00e4t des Vulkans wurde am 21. Juni 2014 verzeichnet; der letzte gro\u00dfe Ausbruch des Vulkans war im April 2007. <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Die-Plaine-des-Sables-2.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-23881\" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Die-Plaine-des-Sables-2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"381\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Die-Plaine-des-Sables-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Die-Plaine-des-Sables-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Die-Plaine-des-Sables-2-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 381px) 100vw, 381px\" \/><\/a>Dabei hat sich nicht nur die Insel durch die ausstr\u00f6mende Lava um einige Quadratmeter vergr\u00f6\u00dfert, sondern auch der Hauptkrater beim Einbruch um 300 m abgesenkt.<br \/>\nIch hoffe nicht allzu lange warten zu m\u00fcssen, bis mich jemand mitnimmt.<strong> Ich beginne mir die Schuhe auszuziehen, um meinen gl\u00fchenden F\u00fcssen frische Luft zu g\u00f6nnen. Kaum dabei n\u00e4hert sich auch schon ein dunkler Audi. Ich halte den Daumen raus<\/strong> \u2013 bei den wenigen vorbeikommenden Autos will ich keine Chance ungenutzt lassen &#8211; und bin selbst verwundert, dass der Fahrer direkt anh\u00e4lt. Mit einen Wanderschuh rechts, und schon einem Flipflop links, steige ich ins Auto ein. Links klebt ein Aufkleber einer gro\u00dfen, internationalen Autoverleihfirma. Der Wagen sieht nicht nur neu aus; es riecht auch so. Im Inneren des Wagens herrschen k\u00fchle 20\u00b0C, wie das Display zwischen Fahrer und Beifahrer aussagt \u2013 f\u00fcr mich gef\u00fchlte winterliche Temperaturen. <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-von-der-Plaine-des-Sables-auf-das-Wolkenmeer-Richtung-K\u00fcste-2.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-23882\" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-von-der-Plaine-des-Sables-auf-das-Wolkenmeer-Richtung-K\u00fcste-2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"381\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-von-der-Plaine-des-Sables-auf-das-Wolkenmeer-Richtung-K\u00fcste-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-von-der-Plaine-des-Sables-auf-das-Wolkenmeer-Richtung-K\u00fcste-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Blick-von-der-Plaine-des-Sables-auf-das-Wolkenmeer-Richtung-K\u00fcste-2-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 381px) 100vw, 381px\" \/><\/a>In Windeseile breitet sich ein unangenehmer Geruch im Auto aus &#8211; mein bereits ausgezogener Wanderschuh und auch mein nackter Fu\u00df zeugen von den Anstrengungen des Tages. Etwas besch\u00e4mt \u00fcber meine Schandtat suche ich das Gespr\u00e4ch zu dem freundlichen Paar. Sie kommen aus Belgien, sind am Vormittag in Saint Denis gelandet und bleiben f\u00fcr vier Tage auf der Insel. <strong>Sie haben den Vulkan besucht und sind nun auf dem Weg zum Palm H\u00f4tel &amp; Spa \u2013 eines der teuersten Hotels der Insel.<\/strong> Ich bin erstaunt und erfreut zugleich, dass anscheinend so finanziell wohlgestellte Touristen sich nicht scheuen eine verschwitzte, nicht wohl riechende Wanderin in ihrem sauberen Auto mitzunehmen. Sie fragen nach Tipps f\u00fcr ihren Aufenthalt. Nach mehreren Monaten auf der Insel gibt es f\u00fcr mich immer noch so viel, was es noch zu entdecken gibt; was soll man da empfehlen f\u00fcr vier kurze Tage? Nach ein paar Hinweisen zu den \u201aSights\u2018 im S\u00fcden der Insel, f\u00e4ngt die Belgierin schon an \u00fcber ihren n\u00e4chsten Stopp zu reden \u2013 3 Tage Mauritius, bevor es wieder ins graue Belgien geht. Da stimmt was nicht, La R\u00e9union \u201a\u00e0 l\u2018arrache\u2018; da kann man vielleicht den Vulkan Piton de la Fournaise aus der Ferne und den Wasserfall von Grand Galet anschauen, aber La R\u00e9union erleben; nein, das geht nicht in vier Tagen!<\/p>\n<h2>Nach dem Wandern zum Sonnenuntergang an den Strand<\/h2>\n<p>Die netten Belgier setzten mich, nachdem ich ihnen den Weg zu ihrer Edelherberge beschrieben habe, in Terre Sainte ab. <strong>Das kleine Quartier unweit von Saint Pierre, der gr\u00f6\u00dften Stadt im S\u00fcden der Insel, hat noch einiges von seiner Urspr\u00fcnglichkeit bewahrt.<\/strong> Hier laufe ich die kleinen Stra\u00dfen und Gassen mit den vielen verwinkelten kleinen Fischerh\u00e4uschen bergab Richtung Strand. <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Der-Sonnenuntergang-am-Plage-des-Pecheurs-2.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-23887 \" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Der-Sonnenuntergang-am-Plage-des-Pecheurs-2-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"498\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Der-Sonnenuntergang-am-Plage-des-Pecheurs-2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Der-Sonnenuntergang-am-Plage-des-Pecheurs-2-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Der-Sonnenuntergang-am-Plage-des-Pecheurs-2-360x480.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a>Es ist sechs Uhr. Ich genie\u00df die letzten Sonnenstrahlen bei einem erfrischenden Bad am kleinen Strand \u201aPlage des p\u00eacheurs\u2018. Fr\u00fch am Morgen kann man hier die Fischer sehen, wie sie an den Felsen nahe des Wassers \u201aZourite\u2018, also Tintenfische fangen, um damit das traditionelle Cari Zourite zu kochen. D<strong>as inseltypische Cari basiert auf einer Mischung aus Tomaten, Charlotten, Ingwer, Kurkuma, Thymian und kleinen gr\u00fcnen Chilischoten; beigef\u00fcgt wird dann Fisch oder Fleisch.<\/strong> Das Ganze wird mit Reis und Bohnen serviert. Keine leichte Kost bei den klimatischen Verh\u00e4ltnissen. Ich genie\u00df lieber die Vielfalt der um diese Jahreszeit reifen Fr\u00fcchte; die kleinen, s\u00fc\u00dfen Litschis, die verschiedenen, saftigen Mangos und die ber\u00fchmte Ananas Victoria, die man nur selten in den Superm\u00e4rkten im weit entfernten Europa findet.<strong> Im leuchtenden Rot der untergehenden Sonne beobachte ich zwei Fischer, die auf dem Deich des dahinter liegenden Hafens von Saint Pierre ihre Angeln ausgeworfen haben. Die Umrisse ihrer Bewegungen sind gestochen scharf und gleichen einem kunstvollen Schattenspiel.<\/strong><br \/>\nIn der nahegelegenen Strandbar baut eine Musikgruppe ihre B\u00fchne f\u00fcr den Abend auf. Bei dem Soundcheck erklingen kreolische T\u00f6ne des Maloya. Lange von der Regierung verboten, war der Molaya einst Ausdruck des Leids der Sklaven auf der Insel. <strong>Heute hat der Musikstil Kultstatus auf der Insel und z\u00e4hlt seit 2009 von der UNESCO anerkannt zum immateriellen Kulturgut der Insel<\/strong>. Nicht nur die Natur der Insel ist mit ihrer Vielfalt beeindruckend. Auch die Diversit\u00e4t der Kultur auf der Insel ist eine Reise wert! La R\u00e9union hei\u00dft \u00fcbersetzt \u201adie Zusammenkunft\u2018. <strong>Und die Insel ist wahrlich eine gro\u00dfe Zusammenkunft von nat\u00fcrlicher und kultureller Vielfalt auf kleinstem Raum.<\/strong> Nach einer erfrischenden Dusche und einem \u201aRhum arrang\u00e9\u2018, einem mit Frucht oder Gew\u00fcrzen eingelegten Rum, bin ich auch wieder bereit f\u00fcr die kulturellen Abendteuer die die Insel an diesem Samstagabend zu bieten hat.<\/p>\n<h2>Und auch das ist La R\u00e9union\u2026<\/h2>\n<p>Auf einer Fl\u00e4che kaum gr\u00f6\u00dfer als das Saarland kann man verschiedenste Naturr\u00e4ume entdecken. Dazu eine kulturelle Vermischung von Afrika, Europa und Asien, von der die kontinentaleurop\u00e4ische Integrationspolitik nur tr\u00e4umen kann. <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/S-37e.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-23890\" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/S-37e-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/S-37e-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/S-37e-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/S-37e-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a>Dennoch ist La R\u00e9union nicht nur ein Paradies. Auf politischer Ebene ruhen hier einige Konfliktpunkte. <strong>Mit ihrer Lage im s\u00fcdindischen Ozean ist La R\u00e9union als franz\u00f6sischen \u00dcbersee-D\u00e9partement und damit Teil der Europ\u00e4ischen Union eine wahre Insel des Wohlstands.<\/strong> Die Nachbarinseln Madagaskar, Mauritius und die eigenst\u00e4ndigen Komoren liegen in ihrer infrastrukturellen Entwicklung weit hinterher, was nat\u00fcrlich die Migration anzieht. Auch dieser Aspekt wirft die stetige Identit\u00e4tsfrage der Insulaner auf: Kreolen, Franzosen oder Europ\u00e4er? Wirtschaftlich ist La R\u00e9union von den Sozialleistungen vom Mutterland abh\u00e4ngig \u2013 die Arbeitslosigkeit betr\u00e4gt nahezu 30%. Die Europ\u00e4ische Union finanziert \u00fcber die Strukturfonds gro\u00dfe Teile der baulichen Infrastrukturen \u2013 so wurde auch die 2009 er\u00f6ffnete Autobahn \u201aRoute des Tamarins\u2018 mit nicht unerheblichen Teilen durch finanziellen Zusch\u00fcsse aus Br\u00fcssel realisiert. <strong>Aber obwohl die Insel Teil der Europ\u00e4ischen Union ist, gelten hier nicht die Auflagen wie am Binnenmarkt: Zoll- und Handelsabkommen, Agrar- und Fischereipolitik und Steuerauflagen sind gepr\u00e4gt von Sonderregelungen.<\/strong> Einfuhrz\u00f6lle auf Rum sch\u00fctzen die heimische Produktion \u2013 schlie\u00dflich ist der Anbau von Zuckerrohr auch pr\u00e4gend f\u00fcr die Kulturlandschaft der Insel.<\/p>\n<p>Text und Bilder: Rike Stotten<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Reunion.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-23840 \" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Reunion-300x254.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 285px) 100vw, 285px\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Reunion-300x254.jpg 300w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Reunion.jpg 517w\" alt=\"\" width=\"285\" height=\"241\"\/><\/a>Wenn Sie auch Lust bekommen haben, die gr\u00fcne Insel im Indischen Ozean selbst einmal zu erkunden, finden Sie im <strong><a class=\"ext-link\" href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/shop\/reunion-reisefuehrer-von-iwanowski\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\">Reisehandbuch R\u00e9union<\/a> <\/strong>(auch als<a class=\"ext-link\" href=\"https:\/\/www.iwanowski.de\/shop\/kategorie\/ebook\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\" data-wpel-link=\"external\"> ebook <\/a>erh\u00e4ltlich) alles Wissenswerte \u00fcber La R\u00e9union. Dar\u00fcber hinaus gibt die Autorin Rike Stotten viele Tipps f\u00fcr Outdoor-Aktivit\u00e4ten und 18 ausf\u00fchrlich beschriebene Wanderungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Le Grand Pays: Einige Minuten sp\u00e4ter gibt der Weg zum ersten Mal den Ausblick auf die Landschaft frei. 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