{"id":1996,"date":"2008-06-11T16:44:06","date_gmt":"2008-06-11T14:44:06","guid":{"rendered":"http:\/\/nachrichten.iwanowski.de\/2008-06-11\/allgemein\/namibia-mietwagen-selbstfahrer-tipps.html"},"modified":"2019-06-03T15:29:19","modified_gmt":"2019-06-03T13:29:19","slug":"namibia-mietwagen-selbstfahrer-tipps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/namibia-mietwagen-selbstfahrer-tipps\/","title":{"rendered":"Namibia: Mietwagen &#8211; Selbstfahrer &#8211; Tipps"},"content":{"rendered":"\n<p>So sch\u00f6n eine Selbstfahrer-Tour auch ist, so sehr muss man sich auf die spezifischen Verh\u00e4ltnisse in den afrikanischen L\u00e4ndern einstellen. <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_5982.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-28907 \" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_5982.jpg\" alt=\"\" width=\"509\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_5982.jpg 900w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_5982-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_5982-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 509px) 100vw, 509px\" \/><\/a>Die Erfahrungen, die wir auf europ\u00e4ischen Autobahnen und Stra\u00dfen gesammelt haben, gelten hier nur sehr bedingt. Die extrem geringe Verkehrsdichte sowie z.T. ausgezeichnete Schotterpisten k\u00f6nnen zu dem Trugschluss f\u00fchren, dass man unbedenklich rasen kann. Doch lassen Sie sich nicht t\u00e4uschen und bedenken Sie folgende Aspekte \u2013 dies ist Ihre unbezahlbare Lebensversicherung!<\/p>\n<h1>Verstaubtes Gep\u00e4ck? Kleiner, aber wichtiger Hinweis am Rande<\/h1>\n<p>Selbst im angeblich dicht geschlossenen Kofferraum wird Ihr Gep\u00e4ck auf unbefestigten Pisten stets total verstaubt sein. Abhilfe: Breiten Sie \u00fcber Koffer und sonstige Gep\u00e4ckst\u00fccke Plastik-M\u00fclls\u00e4cke! Manche Gel\u00e4ndewagen (beispielhaft Safe!Cars 4 x 4) verf\u00fcgen \u00fcber eine \u00dcberdruckklappe, die das Eindringen von Staub in den Gep\u00e4ckraum unm\u00f6glich macht. Und \u00f6ffnen Sie in einem Wagen mit Canopy oder einem gr\u00f6\u00dferen Wagen., wo das Gep\u00e4ck im hinteren Teil des Wagens verstaut ist, ein hinteres Fenster \u2013 durch den \u201eLuftstau\u201c dringt kein Staub ein.<\/p>\n<h1>Tourenplanung f\u00fcr die Safari<\/h1>\n<p>Namibia ist 2 \u00bd-mal gr\u00f6\u00dfer als Deutschland \u2013 das sollten Sie bei Ihrer Routenplanung unbedingt ber\u00fccksichtigen. Vermeiden sie schon dabei Stress, indem Sie sich nicht mehr als 400 Tageskilometer vornehmen. Auf jeden Fall sollten Sie nach Ankunft in Windhoek und vor Abflug in Windhoek in der N\u00e4he der Hauptstadt bleiben. Auch hier gibt es \u2013 vor allem auf den herrlichen, stadtnahen G\u00e4stefarmen und <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/namibia\/lodges-namibia\/namibia-zentral\/auas-safari-lodge\/\" data-wpel-link=\"exclude\">Lodges<\/a> \u2013 \u201eAfrika pur\u201c.<\/p>\n<h1>M\u00e4\u00dfige Geschwindigkeiten<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/card3-65_6_7.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-28908 \" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/card3-65_6_7-1024x530.jpg\" alt=\"\" width=\"496\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/card3-65_6_7-1024x530.jpg 1024w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/card3-65_6_7-300x155.jpg 300w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/card3-65_6_7-768x398.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 496px) 100vw, 496px\" \/><\/a>Gerade in Namibia treffen wir zum Teil fantastische Schotterpisten (gravel roads) an, die zum Schnellfahren einladen. Geschwindigkeiten von weit \u00fcber 100 km\/h erscheinen machbar, und das tr\u00fcgerische Gef\u00fchl von Sicherheit stellt sich schnell ein, bevor es zu sp\u00e4t ist.<br \/>\nEine angemessene Geschwindigkeit h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab, aber generell sollte ein Tempo von 80 km\/h nicht \u00fcberschritten werden, zum Teil sollte man erheblich langsamer fahren (siehe weiter unten). Viele Unf\u00e4lle ereignen sich am Ende der Reise, wo der Fahrer glaubt, nun alles im Griff zu haben und Eigenarten des Pistenfahrens zu kennen.<\/p>\n<h1>Beherzigen Sie die folgenden Aspekte<\/h1>\n<p>&#8211; <strong>Keine ruckartigen Lenkbewegungen<\/strong>: Besonders beim Fahren mit hochbeinigen Allradfahrzeugen ist dringend anzuraten, nur gem\u00e4chliche Ausweichman\u00f6ver durchzuf\u00fchren. Der hohe Schwerpunkt dieser Fahrzeuge kann leicht zum \u00dcberschlagen f\u00fchren. Im Falle einer pl\u00f6tzlichen Reifenpanne ist es besser, in die seitliche Landschaft hineinzufahren und ggf. einen Farm\u00adzaun umzulegen, als dass man versucht, den Wagen zur\u00fcck auf die Stra\u00dfe zu lenken: In diesem Falle ist ein \u00dcberschlag mit all seinen Folgen vorprogrammiert!<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Bodenhaftung der Reifen<\/strong>: Die Bodenhaftung auf Schottermaterial ist extrem niedrig, weil die Auflagefl\u00e4che der Reifen gering ist. Mikroskopisch vorgestellt: Sie fahren auf den Kuppen der kleinen Schottersteinchen, die auf einer wiederum lockeren Unterlage liegen. Die Konsequenzen: Kurven, eine pl\u00f6tzliche Reifenpanne, das Ausweichen vor einem zu sp\u00e4t gesehenen Schlagloch f\u00fchren zu einem unerwarteten und unkontrollierbaren Fahrverhalten Ihres Wagens.<\/p>\n<p>&#8211; <strong>W\u00f6lbung der Pisten<\/strong>: Ein weiteres prek\u00e4res Merkmal der Schotterpisten ist ihre W\u00f6lbung zu den Seiten hin, welche die ohnehin schlechte Bodenhaftung und das Lenkverhalten weiter beeintr\u00e4chtigt. Ein schneller Lenkausschlag \u2013 wie schon vorher beschrieben \u2013 und schon dreht sich der Wagen um die eigene Achse! Und wiederum sind besonders Camper sowie hochgebaute Allradfahrzeuge aufgrund ihres ung\u00fcnstigen Schwerpunkts dann schwer beherrschbar.<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Wellblechpisten <\/strong><a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/namibia-reisetipp-fuer-selbstfahrer-unbefestigte-strassen-gravel-roads-nur-mit-allradfahrzeugen-benutzen\/\" data-wpel-link=\"internal\">(gravel roads)<\/a>: Ein typisches Merkmal sind Wellblech-m\u00e4\u00dfig ausgefahrene Pisten. <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_1951.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-28909 \" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_1951.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"271\"\/><\/a>Das Wellblechmuster kommt auf Schotterpisten deshalb zustande, weil ein Fahrzeug beim Anfahren\/Beschleunigen nach oben federt, um dann wieder Richtung Boden zur\u00fcckzufedern. Bei diesem Zur\u00fcckfedern wird der Untergrund verdichtet. Wenn man auf eine solche Rappel\u00adstrecke ger\u00e4t, gibt es nur 2 Alternativen: Entweder extrem langsam fahren, um sich der Wellblechstruktur anzupassen, oder man f\u00e4hrt schneller (mindestens 50\u201360 km\/h), um sozusagen \u00fcber die Wellen\u201eberge\u201c hinwegzufliegen. Nur aufgepasst: Die Bodenhaftung des Fahrzeugs ist dann katastrophal. Wer einen Allradwagen mit gro\u00dfen R\u00e4dern f\u00e4hrt, ist hier im Vorteil, da die R\u00e4der zumeist nicht in das Wellblech\u201etal\u201c passen \u2013 man merkt also kaum etwas!<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Kurven und Gef\u00e4llstrecken<\/strong>: Die angef\u00fchrten Punkte \u201eBodenhaftung\u201c und \u201ePistenw\u00f6lbung\u201c erhalten eine besondere Gefahrendimension bei Kurven und vor allem auf Gef\u00e4llstrecken. Hier sollten Sie nochmals mit der Geschwindigkeit runtergehen. Nicht umsonst sind Strecken wie der Gamsberg-Pass und die Abfahrt zum Kuiseb Canyon in Namibia so unfalltr\u00e4chtig.<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Staub<\/strong>: Wenn es sehr staubt, fahren Sie auch tags\u00fcber mit Licht. Sandst\u00fcrme im Namib-Bereich: Insbesondere die Stra\u00dfe nach L\u00fcderitz wird von solchen Sandst\u00fcrmen heimgesucht. Sie sollten im Falle starken Sandflugs dann am besten stehen bleiben und warten, bis sich der Wind gelegt hat. Anderenfalls riskieren Sie, dass aufgrund der Schmirgelwirkung des Sandes die Scheiben und Lampengl\u00e4ser milchig werden oder der Lack des Fahrzeugs im Frontbereich l\u00e4diert wird. In solchen F\u00e4llen haften Sie gegen\u00fcber dem Autovermieter!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image005.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-28910\" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image005-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image005-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image005-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image005-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image005.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>&#8211; <strong>Pl\u00f6tzliche Hindernisse<\/strong>: Ebenso m\u00fcssen Sie damit rechnen, dass unerwartete Hindernisse auf Ihrem Weg liegen, vor denen nicht durch besondere Schilder gewarnt wird: Tiere k\u00f6nnen Ihren Weg nicht nur bei D\u00e4mmerung und in der Nacht, sondern auch am Tag kreuzen. Die Kollision mit einem afrikanischen Kudu kommt einem Unfall mit einem anderen Fahrzeug gleich! Auch Schlagl\u00f6cher k\u00f6nnen pl\u00f6tzlich auftreten und sind vor allem bei steil stehender Sonne kaum zu erkennen. Und hier kann es nicht nur Achsenbr\u00fcche geben, sondern man kann sich sogar mit dem Wagen \u00fcberschlagen.<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Anh\u00f6hen<\/strong>: In offener Landschaft gibt es selten Fahrtrichtungshinweise. Auf einer Anh\u00f6he erkennt man manchmal erst im letzten Moment, in welche Richtung die Stra\u00dfe weitergeht, also lieber langsam darauf zu fahren.<\/p>\n<p>&#8211; <strong>M\u00fcdigkeit<\/strong>: Stundenlanges Stieren auf die Stra\u00dfe, um allen Eventualit\u00e4ten zu entgehen, kann sehr erm\u00fcdend sein. Lieber \u00f6fter mal eine Pause einlegen.<\/p>\n<h1>\u00dcberholman\u00f6ver<\/h1>\n<p>Auf nicht befestigten Stra\u00dfen geh\u00f6ren solche Vorhaben zur Kategorie \u201eWahnsinn\u201c. Wenn Sie der aufgewirbelte Staub eines etwas langsamer fahrenden Fahrzeuges st\u00f6rt, legen Sie doch eine Pause von 10\u201315 Minuten ein. Denn beim \u00dcberholen droht Ihnen nicht nur Steinschlag, sondern Ihre Sicht ist (zumindest bei Windstille oder entgegengesetztem Wind) getr\u00fcbt. Au\u00dferdem geraten Sie auf der Gegenfahrbahn durch extremes Ausweichen nach rechts eventuell auf besonders lockeren Stra\u00dfenbelag oder in t\u00fcckische Schlagl\u00f6cher, die von der Gegenrichtung plattgefahren sind, in Ihrer Fahrtrichtung aber ein steiles Loch bedeuten, das verheerende Folgen haben kann!<\/p>\n<h1>Besondere Stra\u00dfensch\u00e4den<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/CIMG3556.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-28911 alignright\" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/CIMG3556-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"328\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/CIMG3556-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/CIMG3556-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/CIMG3556-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/CIMG3556.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><\/a>Die kleinen und mittleren Trockenfl\u00fcsse im S\u00fcdlichen Afrika werden nicht durch Br\u00fcckenbauwerke \u00fcberquert. In der Regel flie\u00dft das Wasser dann einfach quer \u00fcber die Stra\u00dfe hinweg. Das bedeutet, dass es zu Auswaschungen oder zu lockeren Sandablagerungen kommt. Ger\u00e4t man in ein solches \u201eDip\u201c mit zu hoher Geschwindigkeit, dann wird der Wagen pl\u00f6tzlich gestoppt und kann sich im Extremfall sogar \u00fcberschlagen. Besonders in bergigen Landschaften stellt dies eine gro\u00dfe Gefahr dar!<\/p>\n<h1>Keine Fahrten bei D\u00e4mmerung und Dunkelheit<\/h1>\n<p>Sie sollten Ihre Tagesetappen so einteilen, dass Sie auf jeden Fall die Dunkelheit meiden und die D\u00e4mmerung umgehen. Dies sind die Zeiten der vermehrten Tieraktivit\u00e4ten. In der beginnenden D\u00e4mmerung bzw. kurz davor ist au\u00dferdem das Fahren gegen die untergehende Sonne besonders riskant, weil die Sicht extrem eingeschr\u00e4nkt ist.<\/p>\n<h1>H\u00e4ufigkeit von Reifenpannen<\/h1>\n<p>Reifenpannen auf Schotterpisten sind relativ h\u00e4ufi<a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/DSC_0734.jpeg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-28912 \" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/DSC_0734.jpeg\" alt=\"\" width=\"227\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/DSC_0734.jpeg 427w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/DSC_0734-200x300.jpeg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a>g. Spitze Steine, warmgelaufene Reifen aufgrund des erh\u00f6hten Rollwiderstandes, extrem spitze Dornen oder \u00dcberladung des Fahrzeugs sind die ma\u00dfgebenden Faktoren. Man sollte deshalb nicht nur einen zweiten Reservereifen mit sich f\u00fchren, sondern vor allem daran denken, dass man pl\u00f6tzlich einen \u201ePlatten\u201c bekommt und das Fahrzeugverhalten sich von einem zum n\u00e4chsten Augenblick schlagartig \u00e4ndert. Bevor Sie einen Wagen mieten, sollten Sie die Fahrzeugreifen genau inspizieren und im Zweifelsfall wechseln lassen. Doch auch hier gilt: Geschwindigkeit ist alles, und ein platter Reifen bei 60 oder 70 km\/h hat nicht die fatalen Folgen wie bei 100 km\/h und dar\u00fcber! Pr\u00fcfen Sie laufend den Reifendruck und halten Sie sich an die Empfehlungen des Vermieters.<\/p>\n<h1>Fahrzeug-Hinweise<\/h1>\n<p>Bevor Sie bei der Vermietstation einen Wagen annehmen und durch Unterschrift bescheinigen, dass er in Ordnung ist, pr\u00fcfen Sie vor allem folgende Dinge:<\/p>\n<ul>\n<li>Reifenqualit\u00e4t funktionst\u00fcchtiger Wagenheber<\/li>\n<li>Bremsen und Lichtanlage<\/li>\n<li>Gebrauchsanweisung \u00e4u\u00dfere Besch\u00e4digungen<\/li>\n<li>Werkzeug Reifenqualit\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bitte nehmen Sie diese Pr\u00fcfungen ernst, denn eine sp\u00e4tere Beschwerde bringt nur \u00c4rger!<\/p>\n<p>F\u00fcr Fahrten in abgelegene Gebiete sowie f\u00fcr eine Campingtour abseits der Touristenpfade sollten Sie an folgende <strong>Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde<\/strong> zus\u00e4tzlich denken\u00ad:<\/p>\n<ul>\n<li>Abschleppseil<\/li>\n<li>Luftpumpe<\/li>\n<li>Axt<\/li>\n<li>M\u00fcckenschutz<\/li>\n<li>Campingklapptisch und Campingst\u00fchle<\/li>\n<li>Schaufel<\/li>\n<li>Gasbrenner und -leuchte<\/li>\n<li>Taschenlampe und -messer<\/li>\n<li>Grillrost<\/li>\n<li>Wasserkanister, ggf. auch Leinen-Wassersack f\u00fcr Trinkwasser<\/li>\n<li>Klebeband<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_8144.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-28914 alignright\" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_8144-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_8144-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_8144-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/IMG_8144-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Dachgep\u00e4cktr\u00e4ger sollten nur dazu dienen, leichte Dinge, also leere Kanister etc., zu transportieren. Wenn Sie hier gef\u00fcllte Benzin- und Wasserkanister oder andere schwere Dinge festzurren, m\u00fcssen Sie daran denken, dass durch die Ersch\u00fctterungen auf Bodenwellen das Gewicht um das 5- bis 7fache dynamisiert wird und der Dachgep\u00e4cktr\u00e4ger dies nicht aush\u00e4lt.<\/p>\n<p>\u2022 <strong>Pkw<\/strong>: In S\u00fcdafrika\/Namibia kann man alle g\u00e4ngigen Automarken mieten. Am preiswertesten sind Wagen der Marken VW Golf und Toyota Corolla, besonders teuer dagegen sind Mercedes und BMW. Eine Sonderstellung nimmt der VW Microbus (= Bully) ein: Er ist f\u00fcr Fahrten mit mehreren Personen geeignet. Wegen seiner gr\u00f6\u00dferen Bodenfreiheit sitzt man bei Tierbeobachtungen in den Nationalparks eine Etage h\u00f6her! Generell ist der VW Microbus robuster, d.h. weniger pannenanf\u00e4llig als die Pkw. Auch der Toyota Condor gewinnt als Kleinbus an Beliebtheit, besonders in der Allrad-Ausstattung, ebenso der Mercedes Vito.<\/p>\n<p>\u2022 <strong>Camper<\/strong>: In Namibia und S\u00fcdafrika werden diverse Campertypen angeboten, zumeist auf der Basis eines Mitsubishi-Kleinbusses. Diese Fahrzeuge sind z.T. sehr gut ausgebaut (u.a. mit Klimaanlage, K\u00fchlschrank, Toilette, gro\u00dfem Tank etc.). Sie sind f\u00fcr gute (asphaltierte) Stra\u00dfen geeignet, doch nicht f\u00fcr lange, schlechte Schotterpisten-Strecken \u2013 das \u00fcberfordert diese Wagen bei weitem! Deshalb lautet mein Rat: Finger weg von einem normalen Camper in Namibia!<\/p>\n<p>\u2022 <strong>Vierrad-angetriebene Fahrzeuge\/Allrad<\/strong>: Besonders bew\u00e4hrt haben sich Toyota Hilux- und Nissan- Fahrzeuge, die sowohl als single cabin-Version (eine Sitzbank vorne) als auch als double cabin-Version (4 T\u00fcren, weitere Sitzbank hinten) angeboten werden. Tipp: Ich empfehle f\u00fcr 2 Personen einen double cabin, da man dann vorne verstellbare Einzelsitze hat und man hinten auf der Sitzbank Kamera, Handgep\u00e4ck etc. griffbereit deponieren kann. Beide Versionen haben hinter der Fahrerkabine eine Canopy (Hardtop), wo man Gep\u00e4ck verstauen kann. Beim single cabin ist die Canopy so lang, dass man (wenn man Angst vor Tieren hat) darin schlafen kann. Die Fahreigenschaften eines Hilux und eines Nissan 4&#215;4 sind f\u00fcr Gel\u00e4ndewagen ausgezeichnet, der Benzinverbrauch liegt im Durchschnitt bei 12\u201313 Litern und steigt nur bei schwerem Gel\u00e4nde bis maximal 19\/20 Liter an. Eine Schwachstelle allerdings sind die Fenster im Kunststoff-Aufbau, deren Fixiergummis man stetig kontrollieren sollte, damit die Fenster nicht herausfallen. Stahlkabinen wie die bei Safe!Cars haben dieses Problem nicht!<br \/>\nVorteil bei Toyota- und Nissan-Fahrzeugen: Die Hersteller verf\u00fcgen \u00fcber ein gutes Werkstatt-Netz im S\u00fcdlichen Afrika. Namibia-spezifische Hinweise<\/p>\n<p>\u2022 <strong>Stra\u00dfenqualit\u00e4t<\/strong>: F\u00fcr afrikanische Verh\u00e4ltnisse verf\u00fcgt auch das d\u00fcnnbesiedelte Namibia \u00fcber hervorragende Stra\u00dfen. Die Hauptverkehrsverbindungen sind asphaltiert (10 % des Stra\u00dfennetzes), die wichtigen Nebenstrecken verf\u00fcgen \u00fcber sehr gut gepflegte Schotterdecken.<br \/>\nStra\u00dfen hei\u00dfen hier \u201ePads\u201c. Das Stra\u00dfennetz in Namibia ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig dicht und von erstaunlicher Qualit\u00e4t (etwa 5.400 km Teerstra\u00dfen, 37.500 km Schotterstra\u00dfen, 22.000 km Farmwege). Die wichtigsten asphaltierten Schnellverbindungen:<\/p>\n<p>\u2022 Die <strong>Hauptstrecke B 1 von S\u00fcden<\/strong> (sowohl aus Kapstadt als auch aus Johannesburg) nach Norden \u00fcber Windhoek, Otavi bis an die Nordgrenze Namibias ist asphaltiert. Auf dieser Stra\u00dfe erreicht man besonders schnell den Etosha National Park.<\/p>\n<p>\u2022 Die<strong> B 2 von Okahandja nach Swakopmund<\/strong> verbindet zusammen mit der B 1 Windhoek und Swakopmund. Vorsicht bei dieser Strecke, die sehr unfalltr\u00e4chtig ist: Besonders am Wochenende rasen Bewohner der Hauptstadt mal schnell zur K\u00fcste!<\/p>\n<p>\u2022 Die <strong>B 8,<\/strong> in Otavi von der B 1 abzweigend, f\u00fchrt als Trans Caprivi Highway durch den Caprivistreifen bis nach Botswana\/Zimbabwe.<\/p>\n<p>\u2022 Die <strong>B 6 f\u00fchrt nach Osten nach Botswana<\/strong> und ist auf botswanischer Seite nun bis Maun komplett asphaltiert. Sie ist Teil des Trans-Kalahari-Highways nach Johannesburg, wobei die Gesamtstrecke Windhoek \u2013 Johannesburg sich im Vergleich zur fr\u00fcheren Route um ca. 400 km auf 1.600 km verk\u00fcrzt. Vorsicht ist hier vor allem vor den schnell-rasenden LKW geboten!<\/p>\n<p>\u2022 Die<strong> B 4 verbindet Keetmanshoop mit L\u00fcderitz.<\/strong> Die letzten 30 bis 50 km vor L\u00fcderitz werden oft von Sandst\u00fcrmen heimgesucht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image017.jpg\" data-wpel-link=\"internal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-28913 \" src=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image017-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image017-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image017-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image017-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/06\/image017.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a>Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Strecken sind Schotterstra\u00dfen, doch keine (!) Bange, auch sie sind gut gepflegt und erlauben in der Regel eine Geschwindigkeit von ca. 70\u201380 km\/h. In der sommerlichen Regenzeit kann es lediglich Probleme geben, wenn Trockenfl\u00fcsse pl\u00f6tzlich zu flie\u00dfen anfangen (im S\u00fcdwester-Deutsch: \u201eRiviere kommen ab\u201c). Im Damaraland sind die Naturstra\u00dfen z. T. in schlechtem Zustand, jedoch stets f\u00fcr normale Fahrzeuge \u2013 d. h. mit Zweirad-Antrieb \u2013 befahrbar. Vorsicht bei Naturstra\u00dfen w\u00e4hrend der Regenzeit (glitschig!). Alle \u00f6ffentlichen Stra\u00dfen\/Wege sind nummeriert. Vor den Nummern steht manchmal ein Buchstabe:<\/p>\n<div class=\"yellow-box\"> <strong>Wichtige Stra\u00dfenbezeichnungen<\/strong><br \/>\n<strong>\u201eB\u201c<\/strong> Es handelt sich fast ausschlie\u00dflich um geteerte Stra\u00dfen<br \/>\n<strong>\u201eC\u201c<\/strong> wichtige Schotterpisten<br \/>\n<strong>\u201eD\u201c<\/strong> Schotter- und Sandpisten<br \/>\n<strong>\u201eP\u201c<\/strong> Privat-Pads, die durch privates Farmgel\u00e4nde f\u00fchren (man muss viele Farmtore \u00f6ffnen und schlie\u00dfen)<\/div>\n<p>Besorgen Sie sich auf jeden Fall schon in Deutschland eine genaue Stra\u00dfenkarte, welche die Stra\u00dfennummern aufweist. Sehr oft stehen an Wegkreuzungen oder Abzweigungen keine Ortsnamen, sondern lediglich Stra\u00dfennummern!<\/p>\n<p>\u2022 <strong>Benzin<\/strong>: Auf allen touristisch wichtigen Strecken ist eine gute Versorgung gew\u00e4hrleistet. Man sollte jede Tankm\u00f6glichkeit nutzen. Auf der Strecke Windhoek \u00fcber Gamsberg-Pass nach Walvis Bay sollte man sicherheitshalber einen Benzinkanister als Reserve mitf\u00fchren. F\u00fcr Extremregionen (s. \u201eStra\u00dfenverh\u00e4ltnisse\u201c) sind z.T. mehrere Benzinkanister mit Vorr\u00e4ten von 2 Tankf\u00fcllungen (z.B. Kaokoveld) empfehlenswert. Fahrzeuge f\u00fcr Extremstrecken, so die Fahrzeuge von Safe!Cars, verf\u00fcgen \u00fcber ein Doppeltank-System mit ca. 120 \u2013 140 Litern Benzinvorrat!<\/p>\n<p>Sie haben noch Fragen bez\u00fcglich Selbstfahrertouren in Afrika oder m\u00f6chten sich ein Mietwagenangebot erstellen lassen. Das Team von <a href=\"https:\/\/www.afrika.de\/\" data-wpel-link=\"exclude\">Iwanowski&#8217;s Reisen<\/a> ber\u00e4t Sie gern.<\/p>\n<p>Fotos: Bushlore<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So sch\u00f6n eine Selbstfahrer-Tour auch ist, so sehr muss man sich auf die spezifischen Verh\u00e4ltnisse in den afrikanischen L\u00e4ndern einstellen. Die Erfahrungen, die wir auf europ\u00e4ischen Autobahnen und Stra\u00dfen gesammelt haben, gelten hier nur sehr bedingt. Die extrem geringe Verkehrsdichte sowie z.T. ausgezeichnete Schotterpisten k\u00f6nnen&hellip; <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/namibia-mietwagen-selbstfahrer-tipps\/\" data-wpel-link=\"internal\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":17,"featured_media":28906,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,7132,8,7130],"tags":[1871,613,7066,1869,213,1867,1870,1868],"class_list":["post-1996","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-afrika","category-aktiv","category-namibia","category-news","tag-benzin","tag-mietwagen","tag-namibia","tag-reifen","tag-safari","tag-selbstfahrer","tag-tanken","tag-tipps"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1996"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1996\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31238,"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1996\/revisions\/31238"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28906"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}