{"id":10862,"date":"2013-04-17T13:50:15","date_gmt":"2013-04-17T11:50:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iwanowski.de\/blog\/?p=10862"},"modified":"2018-05-23T12:37:49","modified_gmt":"2018-05-23T10:37:49","slug":"namibia-ursache-fur-fairy-circles-im-marienfluss-tal-nun-eindeutig-geklart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.afrika.de\/blog\/namibia-ursache-fur-fairy-circles-im-marienfluss-tal-nun-eindeutig-geklart\/","title":{"rendered":"Namibia: Ursache f\u00fcr Fairy Circles im Marienfluss-Tal nun eindeutig gekl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"\n<h1>Fairy Circles im Marienfluss-Tal<\/h1>\n<p>Im Marienfluss-Tal, aber auch in den s\u00fcdlichen Gebieten der Namib (Gebiet Wolwedans \u2013 Sossusvlei Mountain Lodge) trifft man folgendes Ph\u00e4nomen an: In den Grasfl\u00e4chen gibt es runde bis ovale, im Durchmesser 2\u20135 m gro\u00dfe vegetationslose Fl\u00e4chen. Von einem Berg aus mit einiger Fantasie betrachtet, muten diese seltsamen Erscheinungen an, als ob Au\u00dferirdische gelandet seien oder die Erde an diesen Stellen verseucht sei. Erst 2013 konnte Professor Norbert J\u00fcrgens dem Geheimnis auf die Spur kommen. Was vermutete man nicht alles? Wolfsmilchgew\u00e4chse wie Euphorbien h\u00e4tten den Boden verseucht oder besondere Gaszusammensetzungen in den B\u00f6den seien die Ursache der Kreise. Die Vegetation w\u00fcrde demnach u.a. durch Kohlenmonoxid, Erdgas und Schwefel massiv am Wachstum gehindert.<\/p>\n<h1>Ursache der Fairy Circles in Namibia entdeckt:<\/h1>\n<p>Verursacher ist eine Termitenart, deren Verbreitungsgebiet von \u00c4thiopien bis nach S\u00fcdafrika reicht. Diese Sandtermite, Psammotermes allocerus, lebt bevorzugt in niederschlagsarmen Regionen. Sie vergr\u00e4bt sich in tiefgr\u00fcndige Sandb\u00f6den, wo Wasser sehr schnell versickert und knabbert die Wurzeln der einj\u00e4hrigen Gr\u00e4ser an, so dass diese von unten her absterben. An der Erdoberfl\u00e4che bilden sich kreisf\u00f6rmige vegetationslose Kreise. Dadurch wird das wenige Niederschlagswasser nicht von den Gr\u00e4sern verbraucht, sondern versickert und wird im Boden gespeichert. Selbst in regenarmen oder gar trockenen Jahren betr\u00e4gt der Feuchtigkeitsanteil 5 % an Volumenmasse im Boden.<\/p>\n<p>Die Termiten leben in einer Tiefe von bis zu acht Metern und sind nachts und fr\u00fchmorgens aktiv. In den G\u00e4ngen der Termiten herrscht eine Luftfeuchtigkeit von 95 %. Am Rande der Kreise sprie\u00dfen die Gr\u00e4ser deutlich h\u00f6her und dienen als Nahrungsquelle, auch wenn keine einj\u00e4hrigen Gr\u00e4ser im Kreise selbst nachwachsen.<\/p>\n<address><em>Bild: Fairy circles in the Marienflusstal area (Namibia, 2000) | <a href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File%3AFairy_circles_namibia.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow noreferrer\" data-wpel-link=\"external\" class=\"ext-link\">Author Stephan Getzin<\/a><\/em><\/address>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fairy Circles im Marienfluss-Tal Im Marienfluss-Tal, aber auch in den s\u00fcdlichen Gebieten der Namib (Gebiet Wolwedans \u2013 Sossusvlei Mountain Lodge) trifft man folgendes Ph\u00e4nomen an: In den Grasfl\u00e4chen gibt es runde bis ovale, im Durchmesser 2\u20135 m gro\u00dfe vegetationslose Fl\u00e4chen. 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