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Michael Iwanowski
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Reiseinformationen Madagaskar

Adressen

Information

Informationen, allerdings nur auf Französisch oder Englisch, gibt es auf der Seite des Madagascar National Tourism Board: www.madagascar-tourisme.com.

Diplomatische Vertretungen

In Deutschland
Botschaft der Republik Madagaskar, Seepromenade 92, 14612 Falkensee-Berlin, Tel. 03322-2314-0, Fax 03322-2314-29, info@botschaft-madagaskar.de, www.botschaft-madagaskar.de, Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–12.30 und 13.30–16.30 Uhr.

In Österreich
Honorarkonsulat der Republik Madagaskar, Pötzleinsdorfer Straße 96, 1180 Wien, Tel. 01-478 15 22, thomas.krapfenbauer@goldenerbrunnen.at, Termine nach Vereinbarung.

In der Schweiz
Generalkonsulat der Republik Madagaskar, Kappelergasse 14, Postfach 2517, 8022 Zürich, Tel. 044-2128566, Fax 044-2118018, info@madagaskar.ch, www.madagaskar.ch, Öffnungszeiten: Di 8.30–11.30 Uhr.

In Madagaskar
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, 101, Làlana Pastora Rabeony Hans, Ambodirotra, B.P. 516, 101 Antananarivo, Tel. (+261) 20-22 238-02 / -03 oder 22 216 91, Fax (+261) 20-22 266 27, info@antananarivo.diplo.de, www.antananarivo.diplo.de

Honorarkonsulat von Österreich, LOT III E 132 Fort Voyron, 101 Antananarivo, Tel. (+261) 20-22 215 22, Fax (+261) 32-05 215 22, consulat.austria@moov.mg. Für alle konsularischen Angelegenheiten ist die Botschaft in Pretoria zuständig (s. Südafrika).

Botschaft der Schweiz, Immeuble ARO – 2. Stock, Làlana Solombavambahoaka Frantsay 77, Antsahavola, 101 Antananarivo, Tel. (+41) 58 462 19 61 oder (+261) 20-226 29-97 /-98, Fax (+41) 31-462 19 64 oder (+261) 20-222 89 40, ant.vertretung@eda.admin.ch, www.eda.admin.ch/antananarivo.

Auto fahren

In kaum einem anderen Land auf der Erde ist individuelles Reisen so zeitaufwendig und umständlich wie in Madagaskar. Seit den 1970er-Jahren sind mehr als zwei Drittel aller asphaltieren Straßen aus verschiedenen Gründen verschwunden (mangelnde Wartung, Regenzeiten, Erosion, Tropenstürme) und auch wenn nach und nach viele wichtige Straßen, vor allem im Großraum Antananarivo, wieder asphaltiert und instand gesetzt wurden, ist Madagaskar nicht für Mietwagenreisen geeignet. Die Autovermieter sind weitgehend geschlossen dazu übergegangen, Fahrzeuge nur noch mit einheimischem Fahrer zu verleihen. Die Insel Nosy Be gehört zu den wenigen Orten, wo es möglich ist, selbst zu fahren.

Einreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum. Dieses kann vor Antritt der Reise bei den jeweiligen Landesvertretungen beantragt werden. Alternativ kann man ein Visum mit bis zu 30 Tagen Gültigkeit bei der Einreise am Flughafen beantragen. Die Gebühr beträgt zzt. 80.000 Ariary (ca. 30 €) für einen Aufenthalt bis max. 30 Tage.

Notwendig ist ein Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig ist (gilt auch für Kinder!) und mindestens über eine leere Seite verfügt.

Für Madagaskar sind keine Impfungen bei direkter Einreise aus Deutschland vorgeschrieben; bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland, Äthiopien) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.

Die obigen Angaben können sich jederzeit ändern. Änderungen/Neuerungen entnehmen Sie bitte den Hinweisen des Auswärtigen Amtes unter http://www.auswaertiges-amt.de.

Essen und Trinken

So vielfältig wie das Land und deren Einwohner, so vielfältig und abwechslungsreich ist auch die madagassische Küche. Aufgrund des großen Spektrums an Klimazonen wächst hier nahezu alles an Obst, Gemüse und Gewürzen, was sich ein Westeuropäer nur vorstellen kann. Das Zeburind bietet eine hervorragende Fleischqualität und an den Küsten dominieren frische Meeresfrüchte und Fisch die Küche. Dementsprechend gut sind auch die Versorgung und das Angebot für Reisende, die sich hinsichtlich des Speisenangebots keine Sorgen machen müssen.

Bei den Einheimischen kommt vor allem eines auf den Tisch: Reis. Der Pro-Kopf-Konsum der Madagassen zählt zu den höchsten weltweit und bei nahezu 90 % der Bevölkerung kommt wenigstens zweimal täglich Reis auf den Tisch. Ansonsten gibt es hier viele landestypische Speisen, die der lokalen Küche auf dem afrikanischen Festland ähneln.

Die lokalen Biersorten Three Horses und Skol schmecken sehr gut und auch der einheimische Wein wird zusehends besser, von internationaler Qualität ist aber in erster Linie der Rum. In vielen Lodges gibt es eine kleine Rumbar, in denen Flaschen mit verschiedensten natürlichen Aromen angesetzt werden (z. B. mit Vanilleschoten und Zimtstangen etc.).

Flüge

Für Europäer ist der internationale Flughafen von Antananarivo oft der erste Anlaufpunkt. Air France fliegt mehrmals wöchentlich von Paris Charles de Gaulle hierher, alternative bietet auch die South African Airways via Johannesburg eine tägliche Verbindung. Die Preise beginnen bei ca. 1.100 € pro Person.

Seit Dezember 2015 bietet Turkish Airlines drei bzw. vier wöchentliche Verbindungen von Istanbul nach Antananarivo an, jeweils mit Zwischenstopp auf Mauritius. Die Strände im Norden der Insel sind vor allem bei Italienern sehr beliebt. Es besteht einmal wöchentlich eine Flugverbindung
zwischen Mailand und der Insel Nosy Be, die als Badeziel bekannt ist. Auch zwischen Johannesburg und Nosy Be gibt es einmal wöchentlich eine Flugverbindung mit South African Airways.

Fotografieren

Nehmen Sie ausreichend Speicherkarten und Ersatzakkus mit auf die Reise.

Öffentliche Gebäude (u. a. auch die Gebäude von regionalen Flughäfen) und Anlagen, uniformierte Personen, Militäranlagen und -fahrzeuge dürfen nicht fotografiert werden.

Geld und Kreditkarten

Die madagassische Währung heißt seit 2007 Ariary. Münzen gibt es in einer Stückelung von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Ariary, Scheine von 100, 200, 500, 1.000, 5.000 und 10.000 Ariary. Der Umtauschkurs ist anders als in vielen afrikanischen Ländern nicht an eine Fremdwährung gekoppelt, sondern wird frei am Markt bestimmt.

Empfehlenswert ist die Mitnahme von Euro-Scheinen, die vor Ort in Wechselstuben problemlos getauscht werden können. Sind Sie überwiegend über Land unterwegs, empfiehlt es sich, den Bargeldbedarf gleich nach Ankunft am Flughafen Antananarivo einzutauschen.

An Geldautomaten (inselweit ca. 170) kann Bargeld auch mit Visa oder Mastercard abgehoben werden, die Maestro-Bankkarte wird dagegen zumeist nicht akzeptiert. In vielen Hotels und Lodges können Rechnungen inzwischen auch per Kreditkarte (bevorzugt Visa) gezahlt werden. Reiseschecks lohnen sich dagegen kaum, da der Umtausch viel Zeit in Anspruch nimmt.

Gesundheit

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z. B. afrikanisches Festland, Äthiopien) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden (www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps-Masern-Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Es besteht das Risiko an Malaria zu erkranken. Dieses Risiko ist im Hochland (Antananarivo) eher gering (Höhenlage), nimmt aber Richtung Küste deutlich zu, hier besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Zur Vorbeugung und Schutz vor Mücken lesen Sie bitte den Stichpunkt „Gesundheit“ auf der Seite Reiseinformationen Namibia.

Außerdem kommt es in Madagaskar regelmäßig zum Ausbruch der Pest. Die Pest ist eine durch den Rattenfloh übertragene Erkrankung. In seltenen Fällen können Lungenpestfälle auftreten, die sehr gefährlich sind. Die Pest ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die Beulenpest tritt regelmäßig in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina auf. Sie beginnt mit dem Anfang der Regenzeit (ab Oktober), wenn sich Ratten in Menschennähe aufhalten und Rattenflöhe auf den Menschen übergehen. Die Touristengebiete sind hiervon aber i. d. R. nicht betroffen.

Kleidung

Die Wahl der Kleidung hängt in erster Linie von den besuchten Zielen ab. Während es an der Westküste in der Trockenzeit sehr heiß werden kann, muss in den Regenwäldern im Osten ganzjährig mit Niederschlägen gerechnet werden. Für die Küstenregionen empfehlen sich von daher leichte Baumwoll- und Sommerbekleidung, im Hochland sollten Pullover, Regenschutz und festes Schuhwerk nicht fehlen. Ganz wichtig ist auch eine Kopfbedeckung gegen die intensive Sonnenstrahlung.

Reisezeit und Klima

Madagaskar ist ein Land der Tropen, hat jedoch aufgrund der vielfältigen Topografie mehrere Klimazonen. Dennoch verhält es sich hier ähnlich wie auf dem Festland: von April bis Oktober herrscht Winter mit durchschnittlichen Temperaturen von 22–25 °C an den Küsten und 16–19 °C im Hochland. Von November bis März ist Sommer, die feuchtere Jahreszeit, mit Temperaturen von etwa 26–29 °C an der Küste und 20–22 °C im Hochland. Die beste Reisezeit für fast alle Regionen ist April bis Oktober, wenn ein gemäßigtes Klima vorherrscht. Die hohe Luftfeuchtigkeit in der Sommerzeit ist für viele Reisende sehr gewöhnungsbedürftig. Aber hier kommt es letztlich auch darauf an, welche Ziele verfolgt werden: Wer die Regenwälder in seiner ganzen Pracht sehen möchte, sollte während des Sommers das Land besuchen. Wer aber abgelegene Regionen wie die Tsingys im Westen besuchen will, sollte dies im Winter machen, wenn es trocken ist.

Sicherheit

Die politische Lage hat sich seit den demokratischen Wahlen Ende 2013 zwar insgesamt entspannt, dennoch wird empfohlen, die aktuellen Entwicklungen in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen jeder Art zu meiden.

Bei Individualreisen durch das Land wird zu erhöhter Vorsicht geraten, da es immer wieder zu Überfällen auf Touristen kommt. Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten sich Reisende außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Motorrad fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete sollte man sich besonders vorsichtig verhalten.

Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle – auch am Tag – haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l’Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse). Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen – auch innerhalb der Hotels – verwendet werden. Aktuelle und weiterreichende Informationen unter www.auswaertiges-amt.de.

Sprache

Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse unerlässlich, da – vor allem in ländlichen Gebieten – nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.

Die meisten Reiseführer sprechen Französisch oder Englisch, es gibt auch vergleichsweise viele deutschsprachige Reiseführer in Madagaskar.

Strom

Überwiegend 220 Volt, benötigt wird ein Mehrzweckstecker, der französische Normen erfüllt. Die meisten Hotels und Lodges verfügen über für deutsche Stecker passende Steckdosen, auf dem Land kann es aber Unterschiede geben. Stromausfälle sind nach wie vor keine Seltenheit, vor allem auf dem Land und in abgelegenen Regionen.

Telefonieren und Internet

Dem heutigen Standard entsprechend ist das Mobilfunknetz gut ausgebaut. Die großen Anbieter Orange und Airtel, mit denen viele europäische Mobilfunkunternehmen Roamingabkommen haben, sind auch hier vertreten. Wer nach Hause telefonieren möchte, sollte sich vorab nach den Gebühren erkundigen und ggf. besser eine lokale SIM-Karte kaufen.

Viele Hotels und Lodges stellen ihren Gästen inzwischen eine kostenlose WLAN-Verbindung zur Verfügung. Bei den modernen Hotels in den Städten gehört Internet in den Zimmern zum Standard, an den Küsten und in abgelegenen Regionen wird es zumindest im Aufenthaltsbereich angeboten.

Zeit

Die Uhr muss im Sommer um eine Stunde und im Winter um zwei Stunden vorgestellt werden.

Zoll

Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden (Beschränkung: 2 Liter alkoholische Getränke und zwei Stangen Zigaretten). Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 € bei Einfuhr deklariert werden.

Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können. Bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Vanille oder Kaffee sind die zollrechtlichen Bestimmung der EU zu beachten (www.zoll.de).